RBB ermittelt Festpreis / Umsetzung 2013 noch möglich

ÖPNV-Entscheidung erst im August

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Am Festpreis der RBB liegt es nun, ob der Kreisausschuss im August über das neue Liniennetz entscheiden wird. Eine Fahrplanwechsel wäre dann noch 2013 möglich, sagt das Unternehmen.

Uelzen/Landkreis. Der Kreisausschuss wird eine Entscheidung zur Umsetzung des neuen ÖPNV-Konzeptes erst Mitte August treffen.

Wie der Erste Kreisrat Uwe Liestmann gestern während eines Pressegesprächs sagte, sei mit der Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) vereinbart worden, dass das Unternehmen bis Ende Juli eine Kostenermittlung auf Grundlage des ÖPNV-Konzeptes vornehme, um dann dem Kreis einen Festpreis nennen zu können. Zur Erinnerung: Die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung hatten während ihrer Sitzung Anfang April per Beschluss festgelegt, dass eine politische Entscheidung nicht ohne einen Festpreis getroffen wird.

„Die Herausforderung bei der Ermittlung des Festpreises liegt im Bereich des bedarfsorientierten Verkehrs, also bei den Rufbussen“, erklärte Liestmann gestern. Während das Unternehmen beim festen Linienverkehr und beim Entdeckerbus auf Fahrgastzahlen der Vergangenheit zurückgreifen könne, müsse für die Kostenermittlung der Rufbusse aus anderen, vergleichbaren Regionen Zahlenmaterial für eine Schätzung herangezogen werden, um möglichst präzise Angaben zu anfallenden Kosten zu bekommen. Ein gewichtiger Punkt, denn wie Liestmann sagte, sei der Festpreis verbindlich für das Unternehmen: „Der Kreis zahlt den Festbetrag und das Unternehmen gewährleistet den Busverkehr im neuen Liniennetz“. Eine Nachverhandlung bei höheren Kosten sei nicht vorgesehen.

Sofern der Festpreis sich innerhalb des vom Kreis gesetzten Finanzrahmens bewegt, rund 950 000 Euro als Zuschuss ohne Schülerverkehr, wird der Kreisausschuss bei seiner Sitzung dann am 13. August ein Votum abgeben. „Die RBB sicherte zu, dass dann noch ein Fahrplanwechsel bis Mitte Dezember oder spätestens zum 1. Februar 2014 erfolgt“, so Liestmann.

Von Norman Reuter

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