Hoher Anteil von Erneuerbarer Energie – Aber nun kaum Dynamik

Ökostrom-Boom in der Region ist vorbei

Uelzen. Windräder, Photovoltaik- und Biogasanlagen sind im Landschaftsbild längst keine Seltenheit mehr. Die Stromgewinnung aus dem Bereich Erneuerbare Energien hat auch in der Region in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.

Wie die Celle-Uelzen-Netz – besser bekannt als SVO – mitteilt, könnten mittlerweile in ihrem Netzgebiet, das die Landkreise Uelzen und Celle sowie kleine angrenzende Gebiete umfasst, 73 Prozent des Strombedarfes über die Erneuerbaren Energien abgedeckt werden.

838 Millionen Kilowattstunden Ökostrom aus Anlagen privater und gewerblicher Betreiber wurden 2014 eingespeist. Im Vergleich zu dem Jahr 2004, damals waren es 96 Millionen Kilowattstunden, ist das eine Steigerung von mehr als 800 Prozent.

Die Jahre, in denen Hausbesitzer eifrig auf ihren Dächern Photovoltaikanlagen installieren ließen und Investoren auf Photovoltaik- und Biogasanlagen setzten, sind aber jetzt vorüber. 2014 habe sich die dynamische Entwicklung der Vorjahre nicht mehr fortgesetzt, so Celle-Uelzen-Netz. Mit rund zwei Prozent seien die Einspeisemengen nur noch leicht gestiegen. Die im vergangenen August in Kraft getretenen Änderungen bei dem Erneuerbare-Energien-Gesetz machen sich bemerkbar.

Das Gesetz war einst auf den Weg gebracht worden, um den Anteil der Erneuerbaren Energien steigen zu lassen. Besitzern von Anlagen, die Strom erzeugen, wird eine Einspeisevergütung gezahlt, die über die sogenannte EEG-Umlage finanziert wird. Sie ist Bestandteil des Strompreises. Um zu verhindern, dass mit immer mehr Anlagen eine immer höhere Umlage fällig wird, griff die Politik ein. Celle-Uelzen-Netz: „Die in der Novellierung gesetzten Rahmenbedingungen haben zu einer verhaltenen Investitionsbereitschaft bei den Erneuerbaren Energien geführt.“ Wachstumsimpulse in der Region habe es so aus dem Bau kleinerer Photovoltaikanlagen zur Deckung des Eigenbedarfes gegeben. „Geringe Wachstumsimpulse lieferten Biogas- und Windkraftanlagen.“

Von Norman Reuter

Rubriklistenbild: © ap/dpa/lw

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