Oberschule in Uelzen gestartet: Unterrichtsgestaltung ist Herausforderung

Jahrgang mit 109 Schülern

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Eine neue Beschilderung für die Oberschule Uelzen gibt es seit dem 1. August: 109 Schüler der fünften Jahrgangsstufe zählt die Bildungseinrichtung.

Uelzen. Eine erste Beschilderung an den Gebäuden mit der Aufschrift Oberschule Uelzen gibt es bereits, einen offiziellen Namen für die neue Bildungseinrichtung aber noch nicht: Seit Beginn des Schuljahres werden 109 Fünftklässler an der aus den Hauptschulzweigen der Stern- und Lukas-Backmeister-Schule, der Theodor-Heuss-Realschule und dem Förderzentrum gebildeten Oberschule unterrichtet:

47 Schüler gehören dem Leistungsbereich Hauptschule, 60 dem Bereich Realschule und zwei dem gymnasialen Bereich an. Aber: Die Jungen und Mädchen werden ungeachtet ihres Leistungsstandes gemeinsam unterrichtet, wie die kommissarische Rektorin der Oberschule, Imke Pape, erklärt.

Das Kollegium für die Fünftklässler sei dahingehend geschult worden, den Unterricht so zu gestalten, dass unterschiedliche Anforderungen an die Schüler gestellt werden könnten. Als Hilfe den Lehrern noch zur Seite gestellt worden seien Fachberater der Landesschulbehörde. Während der Ferien habe man sich zudem mit Lehrern des Förderzentrums zusammengesetzt, um die 13 Jungen und Mädchen, die einer besonderen Förderung bedürfen, auf die insgesamt fünf Klassen aufzuteilen. Spätestens, so sehe es der Erlass zu den Oberschulen vor, seien die Schüler entsprechend ihres Leistungsstandes dann ab der Jahrgangsstufe 7 in unterschiedlichen Kursen zu unterrichten.

Fragen zur Ausgestaltung der Schulstunden seien es gewesen, die die Eltern vor Beginn des Schuljahres beschäftigt haben, sagt Pape. Bei zwei Elternabenden seien viele Fragen zum Bereich Fördern und Fordern gestellt worden. „Das Nachhaken der Eltern diesbezüglich ist berechtigt“, so Pape. Es sei deutlich gemacht worden, dass Fördern und Fordern zusammengehöre, und dass der Ausgestaltung des Unterrichts eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werde. Die für die fünften Klassen zuständigen Lehrer seien hoch motiviert an die Arbeit gegangen, die im Rahmen der Entstehung teilweise zu spürende negative Stimmung, was das Thema Oberschule betrifft, sei nicht mehr wahrzunehmen.

Wie berichtet, hatte sich der Schulvorstand der Theodor-Heuss-Realschule im Winter 2012/2013 gegen eine Umgestaltung zur Oberschule ausgesprochen. Das Gremium bestand aus Eltern, Lehrern und Schülern, sein Votum hatte jedoch keine bindenden Charakter. Pape ein Dreivierteljahr später dazu: „Sicher gibt es bei den Kollegen noch ganz natürliche Ängste, alles richtig machen und jedem Schüler gerecht werden zu wollen. Aber mit jedem Tag des Unterrichts an der Oberschule verschwinden diese Bedenken und auch die Berührungsängste mit dem Thema.“ Mit dem Schuljahresbeginn habe ein neuer Geist in der Schule Einzug gehalten. Von dieser positiven Stimmung ausgehend wolle man sich ein Jahr Zeit nehmen, um für die Oberschule den richtigen Namen zu finden. Bis es eine verbindliche Schulleitung gebe, werde aber nicht so viel Zeit verstreichen. Im September würden die Leitungsstellen neu ausgeschrieben, erklärt Pape.

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