SoVD informiert über neues Hilfsangebot / Leitstelle hat Bank-Koordinaten

Notfallnummern für Bänke

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Benjamin Gießel und Edelgard Tornow vom SoVD Uelzen. Sie stellten jetzt das Projekt Notrufbänke vor.

sk Uelzen. Im Zentrum einer Informationsveranstaltung des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) stand jüngst das neue Projekt Notrufbänke. Für das SoVD-Treffen hatte zum wiederholten Male der Uelzener Kleingartenverein „Im Wullhop“ die Räume gestellt.

Die Vorsitzende des Ortsverbandes Uelzen, Edelgard Tornow, konnte zur Infoveranstaltung mit Grillen bei herrlichem Sommerwetter 70 Gäste begrüßen.

Benjamin Gießel, der 1. Kreisvorsitzende des SoVD, hielt ein kurzes Referat über das Projekt der Notrufbänke. Er erklärte, dass der Rettungsdienst in Notsituationen wie Unfällen, einer Ohnmacht oder ähnlichen Situationen nur ungenau verständigt werden kann. Denn vielfach seien Anrufende nicht in der Lage, den Ort des Geschehens genau zu beschreiben. Dies könne an Aufregung liegen oder an mangelnder Ortskenntnis von Touristen.

Damit die Retter schnell zu den Menschen in Not gelangen könnten, sei eine möglichst genaue Bezeichnung gegenüber der Rettungsleitstelle notwendig. Im Rahmen des Projektes „Notrufbänke“ sollen Bänke im Kreisgebiet ab September Plaketten mit einer Nummer für die Bank und der Notrufnummer. „Wir wollen das kreisweit ins Rollen bringen“, sagte Gießel gegenüber der AZ. Welche Bänke gekennzeichnet würden, werde vor Ort nach mutmaßlichem Bedarf entschieden.

Im Falle eines Unfalls könne ein Ersthelfer dann künftig beim Anruf in der Rettungsleitstelle (Telefon: 112) die Nummer der Bank durchgeben, sodass die Rettungsfahrzeuge exakt zum Unfallort geleitet werden können. Denn die Koordinaten der Bank-Standorte sind in der Rettungsleitstelle hinterlegt. Hiermit, so Gießel weiter, werde wertvolle Zeit für den Betroffenen und den Rettungsdienst gespart und zum anderen nehme es Ersthelfern oder anderen Anrufenden den Druck, sich auch vor Ort in möglicherweise unbekannter Umgebung orientieren zu müssen.

Gießel sprach abschließend über das Pflegestärkungsgesetz II. Dieses bringe ab 2017 eine bessere leistungsrechtliche Gleichstellung von Demenzkranken und körperlich erkrankten Pflegebedürftigen. Vorher, also bis 31. Dezember, gelten die bisherigen Regelungen zur Definition von Pflegebedürftigkeit zur Begutachtung und Einstufung in Pflegestufen sowie zu den Leistungshöhen. Ab dem 1. Januar 2017, erklärte Gießel, würden die Neuregelungen gelten.

Für Personen, die vor dem Inkrafttreten des neuen Leistungsrechts zum 1. Januar bereits Leistungen der Pflegeversicherung bezogen hätten, gälten Überleitungsregelungen.

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