Hinweisschilder auf Kliniken verwirren Ortsunkundige

Notaufnahme in Mietshaus vermutet

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Falscher Standort: Direkt gegenüber der Einfahrt zur Wohnanlage an der Ebstorfer Straße 55 und 57 weisen Schilder auf zwei Kliniken hin. Sie führen viele Menschen in die Irre.

Uelzen. Eigentlich sind Hinweisschilder dazu da, die Menschen in die richtige Richtung zu leiten. Doch die beiden Schilder, die an einem Mast an der Ebstorfer Straße hängen, tragen erheblich zur Verwirrung bei.

Sie weisen mit einem Pfeil nach links auf die Psychiatrische Klinik und das Klinikum Uelzen hin. Doch unglücklicherweise zeigen die Schilder direkt auf die Einfahrt zum Parkplatz einer Wohnanlage – und das lässt viele Ortsunkundige vermuten, dass sich die Kliniken in diesem Häuserblock befinden.

Diesen Irrtum bekommen die Bewohner der Anlage an der Ebstorfer Straße 55 und 57 immer wieder zu spüren. „Fast täglich stehen Leute vor unserem Wohnblock und beobachten irritiert das Gebäude“, berichtet einer der mehr als 50 Mieter im AZ-Gespräch. Weil die Eingangstür der Anlage tagsüber offen steht, tauchen regelmäßig Fremde in den Hausfluren auf. „Ich bin schon öfters gefragt worden, ob das hier das Klinikum ist“, sagt der Mieter. Einmal seien ihm drei Personen entgegengekommen und hätten von ihm wissen wollen, wo es denn zur Notaufnahme gehe.

Dabei müssten die Hinweisschilder einfach nur entfernt oder ein Stück versetzt werden. Denn etwa hundert Meter hinter dem Wohnblock geht es von der Ebstorfer Straße nach links in die Waldstraße ab. Von dort sind beide Kliniken zu erreichen. An jener Kreuzung stehen noch einmal zwei entsprechende Schilder, diesmal aber am richtigen Standort.

Auch der Hausverwalter der Wohnanlage trifft häufig auf Personen, die in dem Gebäude die Kliniken vermuten. „Die Leute kommen direkt ins Haus und fragen explizit nach einem Arzt“, erzählt der Mann, der seinen Namen nicht in der AZ lesen möchte. Die Beschilderung sei nicht optimal. „Es sieht so aus, als ob das hier die Klinik-Einfahrt wäre.“

Für Ortsfremde sei das auch nicht so einfach zu erkennen, meint der Hausverwalter. Denn der Wohnblock, der einst ein Altenheim war, könnte optisch als Krankenhaus durchgehen. „Das Ganze ist unglücklich. Am besten wäre es, wenn die Stadt die Schilder in Richtung Kreuzung versetzt“, schlägt der Verwalter vor. Und er fragt sich: Kommt es möglicherweise zu dramatischen gesundheitlichen Folgen, falls ein Patient die Notaufnahme der Kliniken infolge irreführender Schilder nicht rechtzeitig erreichen sollte?

Von Bernd Schossadowski

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