Steigende Preise: Nordzucker vermeldet für das erste Halbjahr einen Überschuss

Aus der Verlustzone

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Die Rübenernte und -kampagne ist derzeit in vollem Gange. Nordzucker erwartet in diesem Jahr gute Erträge, trotz einiger Anlaufschwierigkeiten in der trockenen Anfangsphase.

Uelzen. Nordzucker kommt offenbar langsam aus der Talsohle: Man verzeichne im ersten Halbjahr 2016/17 insgesamt gute Geschäftsergebnisse, teilte die Konzernzentrale mit.

Vor allem stabilisierte Marktpreise und eine gute Entwicklung des Zuckerabsatzes sorgten für höhere Umsätze und ein im Vorjahresvergleich deutlich gestiegenes Ergebnis. In Uelzen betreibt Nordzucker sein größtes deutsches Werk.

Der Konzern hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 einen Umsatz von 833,1 Millionen Euro erwirtschaftet und liegt damit rund acht Prozent über dem Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 768,4 Millionen Euro). Gleichzeitig erzielte das Unternehmen einen Überschuss von 37 Millionen Euro, nachdem in der Vorjahresperiode noch ein Verlust von 0,6 Millionen Euro zu verzeichnen war.

Hauptgrund für die wieder gute Geschäftsentwicklung waren vor allem höhere Absatzmengen und Preise bei Quoten- und Nicht-Quotenzucker. Unter den Erwartungen blieben derweil die Erträge bei den Futtermitteln und beim Bioethanol. Die Preise seien hier erheblich unter Druck, was sich entsprechend auf die Marge auswirkte.

„Wir freuen uns über diese gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Ergebnissituation, werden die Effizienz aber weiter erhöhen und das Unternehmen konsequent und nachhaltig auf Markt und Kunde ausrichten“, resümiert der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs und betont: „Wir sind gut aufgestellt für den freien Wettbewerb und werden unsere Wachstums-chancen erfolgreich nutzen.“

Für die aktuell laufende Rübenkampagne erwartet Nordzucker aufgrund der insgesamt günstigen Wachstumsbedingungen für die Zuckerrüben gute Erträge. Die ausgeprägte Trockenheit zu Beginn der Kampagne hat vielerorts aber auch zu besonderen Anforderungen beim Roden, Verladen und in der Verarbeitung geführt.

Technisch sind alle Werke gut in die Kampagne gestartet. „Wir produzieren effizient und marktgerecht. Nach dem erfolgreichen Abbau unserer Bestände wird die Kampagne in diesem Jahr mit durchschnittlich 110 Verarbeitungstagen wieder deutlich länger sein“, bekräftigt der Vorstandsvorsitzende.

Der vorgelegte Zwischenbericht für die ersten sechs Monate erfasst alle Geschäftstätigkeiten vom 1. März bis zum 31. August 2016. Das Geschäftsjahr der Nordzucker erstreckt sich vom 1. März bis Ende Februar.

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