Ein „ganz normaler“ Silvester-Dienst in der Notfallaufnahme des Uelzener Klinikums

Von Nierenstein bis Herzinfarkt

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Helmut Schnatzer von der Bereitschaft des DRK weist eilig den Rettungswagen ein, der rückwärts an die Notfallaufnahme heranfährt.

Uelzen. Ruhig beginnt die Silvesternacht in der Notfallaufnahme des Uelzener Klinikums.

Seit halb zehn halten Schwester Corinna und Schwester Berit die Stellung, unterstützt von Birgit Ketterl, Fachärztin Chirurgie, und Internist Julius Franke sowie Helmut Schnatzer von der Bereitschaft des DRK Uelzen. Er soll den Notarztwagen durch die Nacht fahren.

Routiniert gehen sie ihren Aufgaben nach: „Das ist unser Job wie in jeder anderen Nacht des Jahres auch“, sagt Berit Schulz. Aus langjähriger Erfahrung wissen sie aber, dass in einer Schicht, bei der viele Menschen die Nacht zum Tag machen wollen, mehr passieren kann. „Die Silvesternächte werden von Jahr zu Jahr länger“, hat Oberarzt Horst-Theodor Fricke, Leiter der Notaufnahme, beobachtet. „Die Partys beginnen später und die Notfälle ebenfalls.“ Doch die Routine erfahrener Mitarbeiter sichert die Handlungsfähigkeit rund um die Uhr. Eine Routine, die Hektik vermeidet und auf die Patienten und deren Angehörigen beruhigend wirkt. Am Ende der Nacht wird Schwester Berit über 20 Notfälle notiert haben. „Ein Böller-Unfall dabei.“

Die Mitarbeiter bewahren Ruhe, arbeiten ohne viel Worte Hand in Hand.

Von Angelika Jansen

Was sonst noch in der Neujahrsnacht in der Notaufnahme passiert, lesen Sie am Donnerstag in der AZ.

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