Neuland beantragt Insolvenzverfahren

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wb Bad Bevensen. Die Neuland-Produktvermarktung steht kurz vor der Insolvenz. Das Unternehmen mit Sitz in Bad Bevensen hat Antrag auf Eröffnung des Verfahrens gestellt.

Als Grund gibt Neuland die Überschuldung der Gesellschaft an, die unter anderem aus der Insolvenz eines wichtigen Großkunden resultiere. "Aus eigener Kraft konnte die Gesellschaft die wirtschaftliche Fehlentwicklung nicht ausgleichen. Die Geschäftsführung beabsichtigt mit Hilfe eines Insolvenzplans, die Gesellschaft wieder auf Kurs zu bringen", teilt Neuland mit. Der Geschäftsbetrieb läuft trotz des geplanten Insolvenzverfaherns weiter.

Neuland, deren Trägervereine der BUND, die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) und der deutsche Tierschutzbund sind, hatte 2014 Negativschlagzeilen gemacht: Über die Produktvermarktung in Bad Bevensen soll konventionell produziertes Hähnchenfleisch unter dem Neuland-Siegel auf den Markt gelangt sein (die AZ berichtete). Laut deutschem Tierschutzbund zieht Ralf Stützer, der seit Januar 2015 die Geschäftsführung der Neuland GmbH Bad Bevensen übernommen hat, aus der finanziellen Schieflage seine Konsequenzen: "Herr Stützer will die Neuland GmbH Bad Bevensen offenbar im Herbst verlassen", informiert der deutsche Tierschutzbund auf AZ-Nachfrage. Das letzte Wort sei in der Personalie aber noch nicht gesprochen.

Von Wiebke Brütt

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