Geld vom Land: Liquiditätskredite sind getilgt / Wahl wirft Schatten voraus

Rekord im letzten Amtsjahr

+
Ein Rekord: Rund 450 Bewohner Uelzens, Verwaltungsmitarbeiter, Vertreter aus Wirtschaft, Politik und den Vereinen sind am Sonnabend zum Neujahrsempfang ins Rathaus gekommen.

Uelzen. Das Land Niedersachsen hat die 28,2 Millionen Euro aus dem unterschriebenen Zukunftsvertrag an die Stadt Uelzen überwiesen.

„Damit sind wir frei von jeglichen Liquiditätskrediten“, verkündete am Sonnabend Bürgermeister Otto Lukat in seiner Ansprache während des Neujahrsempfangs der Stadt. Rund 450 Einwohner Uelzens, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und den Vereinen hatten den Weg ins Rathaus gefunden – ein Rekord. Denn es waren so viele wie noch nie zuvor in den zehn Jahren, in denen zu dieser schon als kleine Tradition zu bezeichnenden Veranstaltung eingeladen wird und bei der die Gelegenheit für den Austausch besteht.

Der Bürgermeister nutzte den Empfang, um auf die Erfolgserlebnisse des zurückliegenden Jahres zu schauen, aber auch, um einen Ausblick auf die kommenden Monate zu geben, ohne, so meinte er in seiner Ansprache, schon eine Abschiedsrede halten zu wollen. Das werde an anderer Stelle erfolgen. Otto Lukat wird nicht noch einmal für eine Amtsperiode des Bürgermeisters in Uelzen kandidieren. Am 25. Mai entscheiden deshalb die Einwohner der Kreisstadt, wer sein Nachfolger wird. Mit dem Ersten Stadtrat Jürgen Markwardt und Karsten Jäkel (CDU) waren auch zwei mögliche Bewerber für das Amt des Bürgermeisters zum Neujahrsempfang gekommen.

Möglichst viele, so bat Lukat in Bezug auf den anstehenden Urnengang, sollten von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, weil am gleichen Tag wie der Bürgermeisterwahl die Menschen auch aufgerufen seien, für die Europapolitik ihre Stimmen abzugeben. „Europa hat Einfluss auf unser tägliches Leben“, so das Stadtoberhaupt. An alle Bewerber für seine Nachfolge und an die politischen Parteien gerichtet, mahnte er: „Ungeachtet eines entschiedenen Wahlkampfes, der zur Demokratie auch gehört, müssen wir uns die gute Zusammenarbeit der Kommunalpolitik bewahren.“

Bei seinem Rückblick auf 2013 listete er neben der Bewilligung der Entschuldungshilfe als Erfolgserlebnisse auch die Fertigstellung der Greyerbrücke und der Kreisel, den Abriss des Tep&Tap-Geländes, den Baubeginn des Marktcenters, den Umbau des Schnellenmarktviertels, die Arbeiten am Uelzener Hof und „die Räumung der „Schrotthalde auf dem Gelände des früheren Katasteramtes“ auf. Wie sehr gerade Letzteres bei den Uelzenern auf Begeisterung stieß, zeigte sich am Sonnabend an einem Szenenapplaus, der einsetze, als Lukat das Thema anschnitt.

Von Norman Reuter

Mehr steht heute in der Printausgabe sowie im E-Paper der AZ.

Mehr zum Thema

Kommentare