Umgestaltung der Marktstraßen ab dem Frühjahr / Sanierung des Achterviertels für 2013 geplant

Neues Gesicht für Uelzens Innenstadt

Ein Konzept zur Sanierung des Achterviertels will die Stadt Ende dieses Jahres erstellen, die Umgestaltung ist für 2013 geplant.

Uelzen. Mehrere Straßenzüge in der Uelzener Innenstadt werden umgestaltet. Dafür wird die Stadt voraussichtlich Fördermittel im sechsstelligen Bereich von Land, Bund und der EU verwenden. • Der erste Abschnitt beginnt bereits im kommenden Frühjahr.

Uelzens Innenstadt soll attraktiver werden. Der erste Abschnitt der Umgestaltung ist fürs Frühjahr angesetzt. Fotos: Ph. Schulze

Dann werden auf den drei Marktstraßen Lüneburger, Veerßer und Gudesstraße neue Sitzbänke mit Blumenkübeln aufgebaut. In die Elemente wird die Stadt Uelzen rund 200 000 Euro investieren. Dafür wurden Ziel-1-Mittel aus dem Förderprogramm der Bundesregierung beantragt, derzeit wartet die Stadt Uelzen auf den Zuschussbescheid. Im März oder April werden die Ausschreibungsergebnisse vorliegen, erklärt Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Anschließend können die Provisorien ersetzt werden.

• Voraussichtlich ab dem Sommer will die Stadt das Schnellenmarktviertel voranbringen. Die komplette Umgestaltung dauert vermutlich mehrere Jahre, aber die ersten Ergebnisse sollen nach Angaben der Stadtverwaltung schon in wenigen Monaten zu sehen sein. Derzeit wird an einem Konzept zur Aufwertung der Straßen rund um den Schnellenmarkt gearbeitet, das einen Erlebniseinkauf, ebenso ein „neues Wohnen“ sowie Gastronomie und Kultur ermöglichen soll. Für die Umsetzung will die Stadt EU-Fördermittel beantragen, zudem hofft sie auf eine Beteiligung von Händlern und Anliegern.

• Die Erfahrungen aus der Umgestaltung des Schnellenmarktes will Scheele-Krogull schließlich auf das Projekt Achterviertel übertragen. Die Veränderung zwischen Achterstraße, Lüneburger Straße und Hospitalstraße ist dann für 2013 angesetzt, in Kombination mit Erneuerungen an der Fußgängerzone der Bahnhofstraße.

An der Fußgängerzone werden im kommenden Jahr voraussichtlich „punktuell Bäume und Spielgeräte“ ausgetauscht, berichtet Scheele-Krogull. Die Elemente, die überholungsbedürftig sind, sollen im Rahmen eines neuen Konzepts, zum Beispiel zum Thema Wasser in Anlehnung an Friedensreich Hundertwasser, geplant werden. Für das Achterviertel war schon vor drei Jahren ein Konzept erarbeitet worden, nun soll ein zweiter Anlauf erfolgen. Die Umgestaltung des Schnellenmarktes und der Fußgängerzone der Bahnhofstraße wurden im aktuellen Haushaltsplan der Stadt mit einem Kostenvolumen von jeweils 200 000 Euro veranschlagt. Nach Angaben von Scheele-Krogull will sich die Stadt jedoch weiterhin um Mittel aus dem Denkmalschutzprogramm des Landes bewerben. Im Jahr 2010 war ein Antrag auf Fördermittel aus diesem Programm abgelehnt worden.

Die SPD-Fraktion des Uelzener Stadtrates äußert in einem Antrag Sorge, dass die Sanierung des Achterviertels vernachlässigt wird. Sie fordert, dass die Mittel aus dem Verkauf des ehemaligen Wochenmarktgeländes tatsächlich vorrangig für Investitionen in die Attraktivitätssteigerung der Kernstadt genutzt werden. Die Erarbeitung und Umsetzung eines Konzepts fürs Achterviertel müsse als konkretes Ziel wieder aufgenommen werden – auch da Horst Saevecke bereits eine Investition an der Wachsmuthschen Klinke plant. Da der Uelzener Hof saniert wird und einen Neubau erhält, müsse auch die Stadt die Neugestaltung der benachbarten Straßenzeilen verfolgen, erläutert SPD-Stadtratsmitglied Uwe Holst.

Die Sanierung des Uelzener Hofs war vor drei Jahren bereits Bestandteil eines Entwurfs für die Neugestaltung des Achterviertels. Für 2013 sollen an einem neuen Konzept die Anwohner ebenso beteiligt werden, wie bereits in diesem Jahr beim Schnellenmarkt.

Von Diane Baatani

Kommentare