Kommentar

Neues Busliniennetz: Es gibt nur Verlierer

Der Busverkehr 2016 im Kreis Uelzen? Es gibt nur Verlierer. Darüber können auch die wohlfeilen Worte des Landrates nicht hinwegtäuschen, wenn er sagt, der Busverkehr sei nun stärker am Bedarf orientiert und damit effizienter.

Der Fahrgast wird künftig mehr Mühen haben, einen Bus im Kreis zu bekommen, wenn überhaupt ein Bus fährt. Das hat die Politik zu verantworten, die sich einem Kostendruck ausgesetzt sah. Und jetzt wird es paradox. Der Kostendruck ist auf das Tariftreuegesetz zurückzuführen, dass eigentlich 2014 von Rot-Grün geschaffen wurde, um die Lebenssituation von Menschen zu verbessern. Aber gerade jene, die in erster Linie profitieren sollten, zählen ebenfalls zu den Verlierern. RBB-Mitarbeiter droht die Versetzung, weil sich die DB aus wirtschaftlichen Erwägungen ihres Tochter-Unternehmens entledigt. Und die Mitarbeiter von Haller? Sie bekommen für Uelzen mit dem eingeschränkten Angebot Verträge mit teils nur 30 Arbeitsstunden, wie Daniel Marx berichtet. Sie mögen jetzt einen höheren Stundenlohn bekommen, aber mehr verdienen sie nicht.

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Wendlandt

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