Neuer Partner in Sicht

Blühende Zukunft in Sicht: Der Landkreis erwägt, dem gemeinsamen Gebäudemanagement der Stadt Uelzen und des Kreises Lüchow-Dannenberg beizutreten. Das Kreishaus an der Veerßer Straße wäre eines von 31 öffentlichen Objekten, das der Landkreis dabei einbringen würde. Foto: Wendlandt

Uelzen/Landkreis. Die interkommunale Zusammenarbeit in der Region soll ausgeweitet werden. Derzeit prüft die Uelzener Kreisverwaltung, ob sie dem am 1. Januar 2009 gegründeten gemeinsamen Gebäudemanagement der Stadt Uelzen und des Kreises Lüchow-Dannenberg beitreten soll. Die öffentliche Anstalt bewirtschaftet derzeit rund 135 Liegenschaften, zumeist Schulen, aber auch Verwaltungsgebäude. Im Falle eines Beitritts würden aus dem Kreis Uelzen noch einmal 31 Objekte hinzukommen.

Der frühestmögliche Termin dafür wäre der 1. Januar 2012. Bereits jetzt stehen die Signale auf Grün: „Ein Beitritt würde sich für unsere Aufgaben-Erledigung positiv auswirken. Auch finanziell wäre das sinnvoll“, sagt Erster Kreisrat Heiko Blume. Auch der Uelzener Kreisausschuss steht einer Zusammenarbeit positiv gegenüber. Das Gremium beauftragte jetzt die Kreisverwaltung, weitere notwendige Schritte für die Aufnahme ins Gebäudemanagement einzuleiten. Einen offiziellen Aufnahmebeschluss gab es aber noch nicht.

Nach den Worten von Blume würde ein Beitritt dem Kreis Uelzen „Einsparungen in fünfstelliger Höhe“ bringen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Verhandlungen mit dem niedersächsischen Innenministerium über eine Finanzhilfe in Höhe von 60 Millionen Euro (AZ berichtete) wäre das möglicherweise ein hilfreiches Signal an das Land.

Blume sieht noch einen weiterer Vorteil eines Beitritts zum Gebäudemanagement: „Wir würden dadurch auch eine bessere Leistungs-Erbringung gewährleisten.“ Der größere Mitarbeiterpool würde einen flexibleren Einsatz und eine stärkere Spezialisierung des Personals ermöglichen, erläutert Blume. Auch bei gemeinsamen Ausschreibungen ließen sich künftig durch die größeren Bestellmengen bessere Preise und dadurch Einspar-Effekte erzielen.

Der Kreis Uelzen würde vom Gebäudemanagement mit offenen Armen aufgenommen werden, erklärt dessen kaufmännischer Leiter Manfred Knaak gegenüber der AZ. „Ich bin außerordentlich erfreut, dass wir möglicherweise einen weiteren Kooperationspartner bekommen“, sagt er. Das Interesse des Kreises Uelzen zeige, „dass wir uns etabliert und wirtschaftlich gut aufgestellt haben“. Die Entscheidung über den Beitritt müssten aber noch der Uelzener Stadtrat und der Kreistag fällen.

Für Knaak liegen die finanziellen Vorteile auf der Hand. „Mit einem Beitritt des Kreises Uelzen könnte unsere gemeinsame Anstalt die Personalkosten um 107 000 Euro pro Jahr senken“, hat er errechnet. „Zudem würde der Landkreis als einmalige Summe etwa 75 000 Euro an Lizenzgebühren sparen.“

Ein Ausbau der Zusammenarbeit könne auch Sogwirkung auf andere Kommunen haben, meint der kaufmännische Leiter. „Ich hoffe, dass wir noch mehr Partner für das Gebäudemanagement bekommen.“ So hat Knaak der Samtgemeinde und der Stadt Lüchow bereits Beitrittsangebote unterbreitet.

Von Bernd Schossadowski

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