Neuer Glanz für zwei alte Tunnel

Unter anderem wird die kaputte Fahrbahn des Bohldamm-Tunnels erneuert. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Fahrbahn ist von tiefen Furchen, Rissen und Löchern durchzogen, die Wände sind mit Graffiti beschmiert, die Betonplatten auf einer Seite des Gehwegs kaputt. Ein Bild des Jammers gibt der Bahntunnel am Bohldamm ab. Doch auch die Unterführung auf der Bahnhofstraße ist ein Schandfleck für Uelzen. Jetzt kündigt die Stadt Abhilfe an: Voraussichtlich im Herbst werden beide Bahnunterführungen renoviert.

Die Arbeiten im Bohldamm-Tunnel sollen vom 4. bis zum 28. Oktober ausgeführt werden, sagt Stadtsprecherin Ute Krüger. In dieser Zeit werde der Bohldamm in diesem Bereich voll gesperrt. „Die Sperrung wurde bewusst in die Herbstferienzeit gelegt, um so zumindest zwei Wochen Behinderungen für den Schülerverkehr zu vermeiden“, erklärt sie. Bereits jetzt hat die Stadt dort Warnschilder mit der Aufschrift „Straßenschäden“ aufgestellt. Im Tunnel darf derzeit nur noch Tempo 10 gefahren werden.

Nach den Worten von Krüger werden die Stadtwerke Uelzen und der Energieversorger EWE Netz die Gas- und Wasserleitungen in der Unterführung erneuern. Zudem sind dort Ausbesserungsarbeiten geplant, dabei werden beispielsweise die Wände neu gestrichen. „Hier ist der Auftraggeber die Deutsche Bahn, sie trägt damit auch die Kosten“, sagt Ute Krüger.

Vor allem aber wird die marode Fahrbahn im Tunnel neu asphaltiert. „Die Kosten für die Wiederherstellung der Straße übernehmen größtenteils die Energieversorger. Für die Stadt Uelzen bleiben Rand- und Restflächen“, erläutert Krüger. Die Kosten für die Stadt beziffert sie auf etwa 5000 Euro. Unabhängig davon erhält der nahe gelegene Kreisel am Wasserturm in der zweiten Juli-Hälfte einen neuen Fahrbahnbelag.

Auch die Unterführung auf der Bahnhofstraße will die Stadt sanieren und hat der Deutschen Bahn hierzu bereits ein Konzept vorgelegt (AZ berichtete). Demnach sollen die Schmierereien an den Wänden entfernt, das Mauerwerk ausgebessert, die Schaukästen wieder bestückt und die Beleuchtung verbessert werden. „Die Bahn hat grünes Licht dafür gegeben, dass wir die Arbeiten ausführen können“, berichtet Baudezernent Karsten Scheele-Krogull.

In den kommenden Wochen will die Stadt in die Detailplanung für das Sanierungskonzept einsteigen, „sodass wir direkt nach der Sommerpause mit den Arbeiten beginnen können“, sagt der Dezernent. Die Kosten schätzt er auf rund 50 000 Euro. Ziel-1-Fördermittel wird es für die Tunnel-Sanierung aber voraussichtlich nicht geben, meint Scheele-Krogull. „Wir müssen daher einen anderen Zuschusstopf aufmachen.“

Von Bernd Schossadowski

Kommentare