Der neue Propst ist da

Blumen gab es schon bei der Wahl im Juni: Jörg Hagen (mitte) vor der Propstei.

Uelzen - Von Marc Rath. Noch sind längst nicht alle Kisten ausgepackt, aber Jörg Hagen ist bereits in Uelzen angekommen und richtet mit Ehefrau Birgit die Dienstwohnung in der Propstei ein. Morgen wird der 53-jährige Pastor als neuer Propst für den Kirchenkreis Uelzen mit einem Gottesdienst eingeführt. Am Mittwoch ist dann sein offizieller Dienstbeginn.

Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen wird am Sonntag um 15 Uhr Jörg Hagen gemeinsam mit Vize-Pröpstin Heike Burkert und Marien-Pastor Reinhard Klingbeil in sein neues Amt geleiten. Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst ist ein Empfang im Hohen Chor vorgesehen. „Dort besteht die Gelegenheit für Grußworte, aber auch zum näheren Kennenlernen“, erklärt Kirchenkreis-Sprecher Hanns-Martin Fischer.

Kennenlernen ist auch das Stichwort für den neuen Propst. Mit möglichst vielen der Mitglieder und Mitarbeiter in den zahlreichen Gemeinden und Einrichtungen des 64 000 Mitglieder großen Kirchenkreises will Hagen in den ersten Wochen ins Gespräch kommen. Morgen hofft Hagen, „dass es ein schöner Gottesdienst wird“. Daran hat er allerdings wenig Zweifel: „Ich fühle mich hier bereits sehr willkommen geheißen“.

Nach fast zehnjährigem Wirken als Pastor der St.-Katherinen-Gemeinde in Osnabrück tritt Hagen jetzt die Nachfolge von Propst Wolf von Nordheim an, der Ende 2009 im Zuge der Umstände um die Insolvenz der kirchenkreiseigenen Diakonie gGmbH alle kirchlichen Ämter niedergelegt hatte.

„Osnabrück weinte Regentränen“, titelte die Neue Osnabrücker Zeitung nach Hagens Verabschiedung am vorigen Freitag. Am gleichen Tag schickte das Ehepaar auch die jüngste der drei Töchter auf die Reise zu einem einjährigen Austauschjahr in die USA. „Es war eine schöne Verabschiedung. Ich habe dort viel erreichen können, und es sich schön, die Früchte zu sehen, die die Arbeit gebracht hat“, behält Hagen die dortige Zeit in guter Erinnerung.

Für seine neue Aufgabe in Uelzen hatte ihn der Kirchenkreistag mit einer breiten Mehrheit bestimmt: 52 von 60 Stimmen konnte Jörg Hagen bei der Wahl im Juni auf sich vereinen.

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