Neue Orte der Begegnung

In Wrestedt hatte sich Guido Wrage mit seinem Team zwei Jahre auf die Eröffnung des Familienzentrums vorbereitet.

Wieren/Wrestedt. „Kleine und große Menschen sind hier willkommen.“ Besser kann man mit wenigen Worten wohl ein Familienzentrum kaum beschreiben. In der Samtgemeinde Wrestedt öffneten am Freitag gleich zwei solcher Einrichtungen ihre Pforten.

Im DRK-Kindergarten Wrestedt/Stadensen begrüßte der Leiter Guido Wrage die Gäste mit den eingangs erwähnten Satz. Und nur wenig später forderte Ilka Jeworowski im DRK-Kindergarten Wieren Familien und Bürger der Gemeinde auf, das dortige Familienzentrum mit Leben zu erfüllen.

Fast zwei Jahre lang hatten sich in Wrestedt Guido Wrage und Simone Nickolaus sowie in Wieren Ilka Jeworowski und Astrid Wojcik mit ihren jeweiligen Teams Schritt für Schritt auf diesen Tag vorbereitet. Getragen wurden sie von dem Gedanken, Familien als die Experten ihrer Kinder anzusehen und ihnen einen Ort anzubieten, an dem sie ihre Potentiale und Ressourcen einbringen können, aber auch Unterstützung und Beratung finden.

Die Kindertageseinrichtungen in Wieren und Wrestedt sind Begegnungsorte für viele Menschen der Samtgemeinde und haben eine vernetzende Funktion übernommen. Die Kinder erfahren Begleitung und Betreuung, Erziehung und Bildung, für Eltern sind diese Einrichtungen wichtige Orte der Kommunikation. Also bot es sich an, die vorhandenen Strukturen in Kooperation mit anderen Institutionen wie Schulen oder Kirchengemeinden, mit sozialen Diensten, mit Vereinen und Ämtern, auszuweiten und sie zu Familienzentren zu entwickeln.

Erstaunliches hat sich dabei getan. Wrestedts Bürgermeister Heinz-Hermann Schulze sah im Familienzentrum einen weiteren Beitrag für eine l(i)ebenswerte und familienfreundliche Region. „Was dem einzelnen nicht möglich ist, schaffen viele.“

Und in Wieren wünschte sich Bürgermeister Peter Meyer eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft mit der Unbekümmertheit von Kindern und der Erfahrung von Erwachsenen.

Die Familienzentren werden die Erziehungskompetenz der Eltern stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, sie werden zu einem offenen Treffpunkt für Familien, wobei die Erziehungs- und Bildungsangebote Aufgabe der Kindertagesstätten bleiben.

Und wie konnte es anders sein, als ein Familienzentrum eben mit einem Familienfest zu eröffnen. In Wieren und Wrestedt wurden die Feste auf mehrere Schultern verteilt. Eltern stellten für selbstgebackene Kuchen und Torten zur Verfügung, Vereine und Institutionen waren dabei, um sich vorzustellen und sich selbst mit Aktionen einzubringen. Für allerhand Abwechslung war also überall gesorgt.

Großen Anklang fanden in beiden Familienzentren die Videofilme mit Interviews und witzigen Dialogen der Kinder. In Wrestedt hatte Guido Wrage die Kleinen befragt, was sie am liebsten mit ihren Familien machen würden und in Wieren wollte das Kinderparlament von „Prominenten“ etwas aus vergangenen Zeiten hören.

Von Ulrich Bleuel

Kommentare