Neue Krippen in Schulgebäuden?

Die Kinder der Kita Oldenstadt freuen sich, dass ihr Gebäude demnächst saniert wird. Der für 2011 geplante Krippen-Anbau wird aber möglicherweise nicht verwirklicht.Archivfoto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Pläne sahen viel versprechend aus: Die Kindertagesstätte in Oldenstadt sollte in nördlicher Richtung erweitert werden, um dort eine Krippe mit 15 Plätzen für unter Dreijährige einzurichten (AZ berichtete). Wegen der prekären Haushaltslage der Stadt war sich der Kinder- und Jugendausschuss einig, die Arbeiten erst 2011 auszuführen. Doch nun steht das Projekt grundsätzlich in Frage. Nach den Worten von Bürgermeister Otto Lukat gilt es zu prüfen, ob die Krippe stattdessen im Gebäude der Grundschule Oldenstadt untergebracht werden kann. Von Bernd Schossadowski

Die Idee sei, aus finanziellen Erwägungen generell „von Anbauten an vorhandene Kindertagesstätten Abstand zu nehmen und dafür den zur Verfügung stehenden Schulraum ins Kalkül zu ziehen“, erklärte Lukat, „Das bietet sich ja an.“ Der Bürgermeister sagte, er wolle diesen Vorschlag dem Kinder- und Jugendausschuss nach den Sommerferien erläutern.

Die Stadt sei sich bewusst, dass noch Bedarf an zusätzlichen Krippenplätzen in Uelzen bestehe, „die Frage ist aber, ob wir dafür den Mitteleinsatz reduzieren können“. Als Beispiel nennt Lukat die Hermann-Löns-Schule. Dort war eine Kita-Gruppe von August 2009 bis zum Mai dieses Jahres beheimatet, bevor sie in das neu errichtete Gebäude an der Zimmermannstraße einzog. „Wir haben gelernt, dass diese provisorische Unterbringung durchaus Sinn macht“, meint Lukat. Letztlich sei das aber eine politische Entscheidung.

Unabhängig davon soll die seit langer Zeit geplante Sanierung der Oldenstädter Kita aber noch in diesem Jahr begonnen werden. Dort sind eine neue Wärmedämmung der Wände, eine Akkustikdecke und ein neues Dach vorgesehen.

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