Neue Krippe nun doch als Kita-Anbau

Vorfreude herrscht bei den Kindern der Kita Oldenstadt. Dort soll bis 2011 ein Anbau für 15 Krippenkinder errichtet werden.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Die Nachfrage nach Krippenplätzen für unter dreijährige Kinder in Uelzen ist „konstant hoch“. Dieses Fazit zog Petra Heinzel, Leiterin des städtischen Familien-Servicebüros, jetzt im Kinder- und Jugendausschuss. Die Stadt ist gerade dabei, ein Betreuungskonzept für Kinder bis zehn Jahren zu erarbeiten. Dabei habe sich gezeigt, dass es im Krippenbereich am wenigsten freie Betreuungsplätze in Uelzen gebe, sagte Petra Heinzel.

Die Weichen für die Schaffung weiterer Plätze hat nun der Ausschuss gestellt. Er erneuerte sein Votum aus dem Vorjahr und sprach sich einstimmig dafür aus, neben der bestehenden Kindertagesstätte in Oldenstadt einen Anbau für eine 15-köpfige Krippengruppe zu errichten.

Die Überlegungen der Stadt, die Krippe stattdessen in der Grundschule Oldenstadt unterzubringen (AZ berichtete), sind damit vom Tisch. Denn auch die Stadt selbst ist mittlerweile von der Schul-Lösung abgerückt. Der Grund: Diese wäre nur geringfügig preisgünstiger als der Kita-Anbau und unter baulichen Gesichtspunkten die deutlich schlechtere Alternative, erklärte Eckhardt Meier, Abteilungsleiter beim Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg.

Er stellte dem Ausschuss drei Varianten für eine Krippe in der Grundschule vor. Die Baukosten würden sich auf 165 000 bis 182 000 Euro belaufen, der Eigenanteil der Stadt laut Schuldezernent Jürgen Markwardt zwischen 100 000 und 118 000 Euro liegen. Ein Krippen-Anbau neben der Kita würde dagegen mit 270 000 Euro zu Buche schlagen. Wegen der höheren öffentlichen Zuschüsse, die dafür zu erwarten sind, läge der städtische Anteil bei etwa 125 000 Euro. Daher lautete Markwardts Fazit: „Es ist nicht rentabel, mit der Krippe in die Grundschule zu gehen. In der Kita sind die Kinder – auch unter pädagogischen Gesichtspunkten – besser aufgehoben.“

Der Ausschuss sah das genauso. „Wir hatten gehofft, dass von den Zahlen her so ein Ergebnis herauskommt“, sagte Oldenstadts Ortsbürgermeister Klaus Knust (SPD). Stefan Hüdepohl (CDU) forderte, den Anbau „so schnell wie möglich“ zu errichten. Nach dem Willen des Ausschusses soll der Krippenbetrieb bereits im Sommer 2011 beginnen. „Ich wüsste keinen Grund, der dagegen spricht“, erwiderte Markwardt. Erleichtert zeigte sich Jörg Kramer (SPD): „Wir haben endlich einen Brocken beiseite schieben können, den wir lange vor uns hergeschoben haben.“

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