Millionen-Investition: Nahrungsspezialist kooperiert mit Magdeburger Versorger

Neue Energie für Uelzena

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Unterzeichneten die Verträge: Uelzena-Vorstand Claus-Peter Witt und Geschäftsführer Dr. Peter Fichtl mit den Vorständen der GETEC AG, Dr. Karl Gerhold und Volker Schulz (von links). 

Uelzen. Der Nahrungsmittelspezialist Uelzena geht in Sachen Energieversorgung ab Frühjahr kommenden Jahres neue Wege:

Dann nämlich wird die GETEC AG aus Magdeburg die Versorgung des Uelzener Unternehmenes mit Strom, Warmwasser und so genanntem Sattdampf übernehmen. Uelzena-Vorstand Klaus-Peter Witt und Geschäfstführer Dr. Peter Fichtl sowie die beiden GETEC-Vorstände Dr. Karl Gerhold und Volker Schulz haben jetzt die entsprechenden Verträge unterzeichnet.

Die Uelzena wird dann künftig durch zwei hocheffiziente Blockheizkraftwerke (BHKW) und eine erdgasbetriebene Dampfkesselanlage versorgt. Planung, Bau und teilweisen Betrieb wird die GETEC AG übernehmen – die beiden BHKW wird die Uelzena selbst betreiben. „Einen mittleren einstelligen Millionenbetrag“ investieren die Magdeburger in das Uelzener Projekt, sagt GETEC-Pressesprecher Thomas Nawrath auf AZ-Nachfrage. Der erste Spatenstich soll im Herbst dieses Jahres sein.

Die Kooperation der Uelzena mit GETEC beruht auf einem so genannten Contracting-Modell: Während die Magdeburger in die Anlage investieren, sie betreiben und sämtliche damit zusammenhängenden Dienstleistungen vorhalten, kaufen die Uelzener Nahrungsmittelspezialisten von ihnen die Energieleistung und besagte Dienstleistungen, die von den Energie-Experten der GETEC AG geliefert werden, im Komplettpaket ein. Die Kesselanlage und die beiden Blockheizkraftwerke werden zwar auf dem Gelände der Uelzena gebaut, allerdings von Magdeburg aus zentral gesteuert und überwacht. Weil bei eventuellen Komplikationen in der Lebensmittelproduktionen schnell reagiert werden müsse, handele es sich bei dem Uelzener Vorhaben um ein „technisch anspruchsvolles Projekt“, so Thomas Nawrath.

Bislang bezog Uelzena die Energie von den mycity-Stadtwerken, die dafür ein Blockheizkraft auf Pflanzenölbasis (unter anderem Palmöl und Rapsöl) betrieb. Dieses BHKW hat die Uelzena zum 1. April dieses Jahres gekauft und wird nun mit den Magdeburgern ein völlig neues Energie-Konzept umsetzen.

Vorteile erhoffe man sich dabei vor allem durch einen hohen Wirkungsgrad der neuen Anlage, erklärt Uwe Radke, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei der Uelzena. Genaue Zahlen ließen sich zwar noch nicht vorher sagen, weiß Thomas Nawrath, Erfahrungswerte besagten allerdings, dass bei einer Umrüstung auf ähnliche Anlagen mit einem thermischen Wirkungsgrad von nahezu 90 Prozent Einsparungen von rund einem Drittel möglich seien.

Von Ines Bräutigam

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