Tierschutzverein Uelzen erweitert seine Anlage am Kuhteichweg / Nutzung ab nächstem Frühjahr

Neue Bleibe für herrenlose Katzen

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Karin Rothe, Vorsitzende des Uelzener Tierschutzvereins, vor dem Rohbau des neuen Katzenhauses neben dem Tierheim am Kuhteichweg. Im Frühjahr kommenden Jahres hoffen die Tierschützer, das neue Gebäude nutzen zu können.

Uelzen. Noch ist es ein grauer, hohler Beton-Rohbau. Im Frühjahr kommenden Jahres soll er aufgefundenen und abgegebenen Katzen ein neues, vorübergehendes Zuhause bieten.

Der Tierschutzverein, der das Tierheim an Kuhteichweg betreibt, richtet dort in den kommenden Monaten sein neues Katzenhaus ein.

Das alte Gebäude, in dem aktuell die herrenlosen Katzen untergebracht sind, sei viel zu klein und genüge den modernen Anforderungen nicht, sagt Karin Rothe, Vorsitzende des Uelzener Tierschutzvereins. Das sei insbesondere an der Quarantäne- und Krankenstation festzumachen. Die sei räumlich nicht so ausreichend von den übrigen Boxen getrennt, dass sich die Übertragung von Krankheiten auf die gesunden Tiere immer vermeiden ließen, so Rothe. „Das ist nicht nur für die Tiere schlimm, am Ende erhöht das auch die Tierarzt-Kosten unseres Vereins“, so die Vorsitzende.

Rund 250 Katzen werden jährlich durch die Einrichtung geschleust, beziehungsweise vermittelt. „Teilweise sind unsere Kapazitäten einfach erschöpft“, bedauert Karin Rothe. Dann müsse man herumtelefonieren und manchmal sogar die Tiere selbst mit nach Hause nehmen, berichtet sie. Das neue Domizil biete viel mehr Platz. Auch seien die kranken von den gesunden Katzen nach einem Umzug viel besser getrennt. Wer eine aufgegriffene Katze dann abgibt, betritt das neue Katzenhaus vom Kuhteichweg aus und steht im Kranken- und Quarantänebreich mit zehn Plätzen. Mit den gesunden Tieren komme man von dort erst gar nicht in Kontakt, erklärt Rothe. Zwischen den beiden Trakten liegt der Wirtschaftsraum des neuen Katzenhauses.

Und noch eine Neuerung habe das Haus: In den vergangenen Jahren habe der Uelzener Tierschutzverein praktische Tricks aus anderen Tierheimen kennengelernt. „Wir haben zum Beispiel in den neuen Katzenboxen die Katzenklappen auf halber Höhe angebracht. Dann können ältere Tiere heraus, die Jungen bleiben aber drinnen“, erklärt Rothe.

Die Kosten für die neue Katzen-Unterkunft des Tierschutzvereins sind nicht ohne: „Wir kalkulieren mit 200 000 Euro“, so Karin Rothe. Vor allem die Innenausstattung sei am Ende nicht ganz billig. Deshalb will der Verein im August und September Bausteine für einen gewissen Betrag in Uelzen verkaufen.

Weitere Infos zum Tierschutzverein Uelzen auf: www.tierheimuelzen.de

Von Jens Schopp

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