Netzwerk für Betriebe

Jan-Peter Bauck hat das Beratungsangebot des Transferzentrums Elbe-Weser bei seinen Bauplänen genutzt. Foto: Privat

dib Uelzen. Neue Dienstleistungen, Erfindungen und Energiespar-Technologien – manche Betriebe auf dem Lande präsentieren sich als Ideenschmiede. Doch selbst wenn sie sich ebenso wie die Konkurrenz in den Metropolen um Technologie und Innovation bemühen, kämpfen sie auf dem Lande mit Standortnachteilen.

Deshalb vernetzen sich Betriebe wie der Bauckhof Naturkost und die Bohlsener Mühle aus dem Landkreis Uelzen mit weiteren aus der Region in der sogenannten Arbeitsgemeinschaft Technologie- und Innovationsförderung Elbe-Weser Region (ArTIE).

Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1999 auf Initiative der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden gegründet. Innerhalb dieses Kreises verbinden sich Gebietskörperschaften (acht Landkreise sowie Städte und Gemeinden im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg) und verstehen sich als regionales Netzwerk zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region.

Die Unternehmen werden seit fünf Jahren durch das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) betreut. Es vermittelt in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der kommunalen Wirtschaftsförderung zwischen den Unternehmen in der Region und geeigneten Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Als Serviceleistung der Wirtschaftsförderung ist das Angebot kostenfrei.

Bauckhof Naturkost ließ sich in dem Transferzentrum beraten. Die Firma aus dem Kreis Uelzen stellt seit 1969 Bio- und Demeterprodukte her. Geschäftsführer Jan-Peter Bauck plant den Bau einer neuen Produktionshalle. Lager, Produktion und Verwaltung sollen am Standort Rosche vereint werden. Bevor der Geschäftsführer den Bauantrag einreichte, wollte er wissen, ob sein geplantes Logistikkonzept für ihn optimal ist. Mit diesem Anliegen kam Bauck zum Transferzentrum. Ihm wurde ein Spezialist der Fachhochschule Hannover für Förder- und Handhabungstechnik, Logistik und Materialfluss vermittelt, der eine effektivere Lösung für das Logistikkonzept fand. Inzwischen ist die Halle fast fertig und in Kürze nehmen die Mitarbeiter die Produktion auf. 15 neue Arbeitsplätze hat Bauck in seiner 4200 Quadratmeter großen Halle geschaffen.

Ähnliche Erfahrungen machte die Bohlsener Mühle. Das traditionelle Familienunternehmen in Bohlsen möchte die gebäude- und produktionstechnischen Anlagen innerhalb eines Gesamtkonzeptes energetisch optimieren. Das Transferzentrum vermittelte einen Spezialisten der Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften, der ein energetisch, ökologisch und wirtschaftlich optimiertes sowie zukunftsorientiertes Energiekonzept entwickelte.

Seit 1999 gab es durch das Transferzentrum mehr als 2200 Transferaktivitäten zu Unternehmen und mit Hochschulexperten vor Ort. Firmen aus dem Kreis können Kontakt mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Harburg aufnehmen unter Telefon (0 41 41) 78 70 80.

Kommentare