Nein zu 241 Euro im Monat

Will nicht für 241 Euro im Monat ehrenamtliche Kulturbeauftragte der Stadt Uelzen sein: Ute Lange-Brachmann.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Die ehemalige Kulturbeauftragte der Stadt Uelzen, Ute Lange-Brachmann, will unter den ihr angebotenen Bedingungen nicht Ehrenbeamtin der Stadt werden. Das teilte sie gestern mit. „Unter dieser Konstruktion möchte ich das nicht machen. Das entspricht nicht meinen Vorstellungen“, sagte Lange-Brachmann, die am 30. September in den Ruhestand gegangen war und sich künftig ehrenamtlich um die Kulturarbeit in Uelzen kümmern sollte.

Wie berichtet, hatte der Stadtrat am Montagabend mit nur einer Stimme Mehrheit beschlossen, Lange-Brachmann ab Januar 2011 für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung von 241 Euro pro Monat zu zahlen. Das entspricht dem aktuellen Regelsatz für die Ehrenbeamten der Stadt. Dagegen hatte die Verwaltung die Zahlung von monatlich 400 Euro empfohlen.

Unter den neuen finanziellen Voraussetzungen ist Lange-Brachmann nicht zu einer Fortsetzung ihrer Arbeit bereit. „Für den Uelzener Kulturkreis werde ich mich weiter ehrenamtlich im Vorstand engagieren, aber die Holdenstedter Schlosswochen und die Weingeister-Lesungen will ich nicht mehr organisieren“, sagte Lange-Brachmann. Sie ließ dabei aber ein Hintertürchen offen: „Hier sind aber noch Gespräche möglich. Es gibt sicher Lösungsmöglichkeiten.“

Erster Stadtrat Jürgen Markwardt wies darauf hin, dass während der diesjährigen Schlosswochen fast alle Künstler privat im Haus von Lange-Brachmann gewohnt hatten und auch von ihr verpflegt worden waren. Für 80 Übernachtungen samt Mahlzeiten seien insgesamt 4000 Euro anzusetzen, die Lange-Brachmann selbst bezahlt habe. Allerdings hatte sie die Stadt um eine entsprechende Spendenbescheinigung gebeten, die ihr nun ausgestellt wird. Ähnlich war es bei den Schlosswochen 2009. Damals hatte Lange-Brachmann von der Stadt eine Spendenbescheinigung über 2650 Euro erhalten.

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