Politiker können Vorschläge zu Buskonzept äußern / Umsetzung ab Frühjahr 2013

Nächster Halt: Ergänzungen

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Beim Überarbeiten des Liniennetzes für den öffentlichen Nahverkehr spielt die Schülerbeförderung eine bedeutende Rolle. Die Schulen haben sich schon zum neuen Konzept geäußert.

Uelzen/Landkreis. Voraussichtlich im Frühjahr, vielleicht auch erst im Sommer, aber spätestens zu Beginn des Schuljahres 2013/2014 müssen sich Einwohner des Landkreises Uelzen, die regelmäßig Busse für Fahrten nutzen, auf Veränderungen einstellen.

Das Liniennetz des öffentlichen Nahverkehrs wird gegenwärtig von der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen (VNO) überarbeitet. Ein Entwurf des neuen ÖPNV-Konzeptes gibt es bereits und soll am 31. Oktober den Kommunen des Landkreises vorgestellt werden.

Wie Dietmar Opalka, Geschäftsführer der VNO, gestern auf Nachfrage erklärte, haben die Vertreter der Kommunen dann die Möglichkeit, noch Vorschläge einzubringen oder auf besondere Bedingungen in den Städten und Gemeinden hinzuweisen. Bereits in den Händen gehalten und Ergänzungen eingereicht hätten schon die Schulen – Schülerbeförderung bestimmt in erster Linie den Busverkehr im Kreis –, der Landkreis und auch die Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB), so Dietmar Opalka. Die Regionalbus Braunschweig GmbH übernimmt im Landkreis den Bustransport. 24 Fahrzeuge der RBB sowie weitere Busse von durch die RBB beauftragte Unternehmen sind täglich auf den Straßen des Landkreises unterwegs.

Dietmar Opalka geht davon aus, dass in den nächsten beiden Monaten der Kreistag dem Linienkonzept zustimmen wird. Eine Umsetzung zum 1. Januar werde es allerdings nicht geben. Der Geschäftsführer hält eine schrittweise Umstellung für richtig, die aber bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein muss. „So sehen es die Beschlüsse vor“, informierte gestern Thomas Pöggel, Sachbearbeiter für den ÖPNV in der Kreisverwaltung.

Pöggel zu den Zielen des neuen Konzeptes: „Routen optimieren und bedarfsorientierte Angebote schaffen.“ Heißt: Die Verkehrswege im Landkreis sollen sich möglichst an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientieren und ein Umsteigen in Züge besser als bislang möglich sein. Außerdem ist der Einsatz nicht nur wie schon jetzt von Rufbussen, sondern auch von Sammeltaxen geplant. Was die Kosten für die Umstellung betrifft, konnte der Kreismitarbeiter keine Angaben machen. Soviel steht jedoch schon fest: Für die Umsetzung des Konzeptes sollen aus dem Fördertopf mit Regionalisierungsgeldern 60 000 Euro für die Stelle eines Verkehrsplaners genommen werden.

Von Norman Reuter

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