Knapp 70 Leute bei Ortsratssitzung in Westerweyhe / Grundschulausbau und Wasserpreis diskutiert

Nächste Woche neue Schul-Pläne

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Der Dorfkrug Westerweyhe war Donnerstagabend bei der Ortsratssitzung gut gefüllt. Viel Unsicherheit gab es wegen des zunächst nicht zu realisierenden Grundschulausbaus im Zusammenhang mit dem Ganztagsschulbetrieb.

Uelzen. Ein fast vollständiger Ortsrat, viele interessierte Bürger und einige brisante Themen auf der Tagesordnung – die Ortsratssitzung Kirchweyhe/Westerweyhe am Donnerstagabend im Dorfkrug hatte es in sich.

Und Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther (CDU) freute sich angesichts der knapp 70 Anwesenden ausdrücklich über das große Interesse an der Veranstaltung.

Zu besprechen gab es viel. Zunächst waren es die Ausführungen der Stadtverwaltung zum Thema Grundschulausbau. Entsprechend eines Ratsbeschlusses soll die Westerweyher Grundschule Ganztagsschule werden. Da die Angebote für die unterschiedlichen Gewerke insgesamt Kosten von deutlich über einer Million Euro befürchten ließen und somit rund ein Drittel über den ursprünglich kalkulierten rund 780 000 Euro lagen, seien die ausgeschriebenen Baumaßnahmen als „nicht wirtschaftlich darstellbar“ eingestuft worden, so der Erste Stadtrat Dr. Florian Ebeling.

Die Konsequenz: In der nächsten Woche würden unter anderem Schulleiterin Maria Lembeck, Bürgermeister Günther und Vertreter der Verwaltung Alternativen zum Ausbau diskutieren. Die qualitativen Vorgaben an den Ausbau würden sich dabei nicht ändern, so Ebeling, der auch die energische Nachfrage, ob die Verwaltung denn überhaupt an dem bisherigen Ganztagsschulkonzept in Westerweyhe festhalte, klar mit „Ja“ beantwortete.

Beschlossen wurde vom Ortsrat die Umsetzung einer Idee zur Beruhigung des Verkehrs im Grünen Weg: Mehrere große Blumenkübel sollen auf beiden Seiten der Straße platziert werden und so die durchfahrenden Autos bremsen. Während ein Westerweyherer kein Blatt vor den Mund nahm, um seine Kritik an dem Ansatz loszuwerden, betonte die Verwaltung, dass die Kübel zunächst nicht gefüllt würden und insofern nach einer Testphase auch noch leicht umplatziert werden könnten.

Kleinere Themen waren unter anderem die neuen Straßenlaternen, deren Betriebszeiten und Helligkeit dem ein oder anderen aufstößt, Probleme bei dem Beschnitt von Pflanzen an Straßen und Radwegen oder auch das wilde Grünschnittentsorgen sowie Mountainbiker, die sich unweit des Campingplatzes einen Parcours eingerichtet hätten, der seitens der Stadt mit Hindernissen möglichst unbefahrbar gemacht wurde – aus versicherungsrechtlichen Bedingungen heraus.

Länger beschäftigte die 70 Frauen und Männer das Thema Frischwasserversorgung. Denn während man in Kirchweyhe im Unterschied zum restlichen Stadtgebiet sein Wasser von den Stadtwerken beziehen müsse, könne man schon in Westerweyhe das günstigere vom Wasserversorgungszweckverband Landkreis Uelzen bekommen. An dieser Konstellation, so die Verwaltung, werde sich so schnell aber nichts ändern. Nach 20 Jahren läuft Ende Dezember der bestehende Vertrag mit den Stadtwerken aus; die Stadt-Tochter ist der einzige Bewerber für die nächsten 20 Jahre.

Waldemar Weichsels Vorschlag, die Konzessionszeit vertraglich zu kürzen, um schon in ein paar Jahren die Chance auf eine andere Lösung zu haben, wolle er in die Verhandlungen mitnehmen, so Bürgermeister Günther.

Von Steffen Kahl

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