SPD-Fraktion will die Verbindung Uelzen-Lüneburg für Wochenenden einrichten

Nachtbus für Partygänger

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Uelzen. Ein Nachtbus soll nach Ansicht der SPD-Fraktion des Kreistages künftig an den Wochenenden zwischen Uelzen, Bad Bevensen und Lüneburg verkehren. Wenn zwischen 0.45 Uhr und 4.45 Uhr kein Zug fährt, könnte dieser sogenannte Nightliner genutzt werden.

Mit diesem Antrag will die SPD-Fraktion des Kreistages das Unfall-Risiko für junge Partygänger senken. Der Bus könnte aus vorhandenen Regionalisierungsmitteln finanziert werden.

Die CDU-Fraktion hat sich jedoch unterdessen dafür ausgesprochen, mit Hilfe dieser rund 400 000 Euro aus dem Topf zur Regionalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs in den HVV einzusteigen und den Übergangstarif für den Landkreis Uelzen zu buchen, erklärt Fraktionschef Claus-Dieter Reese. Hintergrund ist die Erweiterung der Metropolregion Hamburg, über die der Kreistag Ende Februar beschließen wird. Und in dem Zuge sei auch der Einstieg in den HVV sinnvoll, so Reese. Die rund 400 000 Euro würden Ende des Jahres verfallen, deshalb müsste sich der Kreistag auf die Verwendung rechtzeitig einigen.

„Ich sehe da überhaupt keine Konkurrenz für dieses Jahr“, erklärt Andreas Dobslaw (SPD). Für den Niedersachsen-Tarif könne im kommenden Jahr entschieden und dann die Erfahrung mit dem Nightliner einbezogen werden. Die Nachtbuslinie sollte probeweise für zwei Jahre an Wochenenden und Feiertagen unterwegs sein. Damit könnte das Schutzengelprojekt des Landkreises erweitert werden, sagt Dobslaw. Das Schutzengelprojekt des Landkreises ist in Zusammenarbeit mit dem ADAC, der Polizei und Sponsoren eingeführt worden. Jugendliche „Schutzengel“ halten im Rahmen des Projekts ihre Freunde davon ab, betrunken Auto zu fahren. Seitdem seien die Unfallzahlen in der Hauptzielgruppe der 18- bis 25-Jährigen rückläufig, sagt Dobslaw. Im Bereich anderer Altersgruppen stagniere die Zahl der Unfälle.

Das Konzept Nachtbus sei wichtig für die Verkehrssicherheit. „Die SPD stellt seit längerem fest, dass sich viele Jugendliche aus dem Landkreis Uelzen an den Wochenenden regelmäßig in Richtung Lüneburg orientieren, da die dortigen Discotheken und Event-Gastronomien augenscheinlich einen hohen Anziehungswert für diese Altersgruppe besitzen“, lautet der Antrag. Genau das ist es, was Reese „Bauchschmerzen“ bereite. Mit dem Nightliner unterstütze der Kreis das Bestreben Jugendlicher, zum Feiern in den Nachbarkreis zu fahren. Zudem fehle möglicherweise der Anteil, der für die Finanzierung des Nachtbusses benötigt werde, um einen Einstieg in den HVV zu ermöglichen. Der Fraktionschef werde sich zu dem Thema in seiner Gruppe beraten.

Von Diane Baatani

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