Gebäudemanagement verliert Aufgabe: Lüchow-Dannenberg verwaltet Teilhaushalt für Gebäude selbst

Nachbarkreis setzt auf bessere Zahlen

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Uelzen/Lüchow. Das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg muss sich auch bei seinem Mandanten, dem Kreis Lüchow-Dannenberg, neu aufstellen.

Wie der Landrat des Nachbarkreises, Jürgen Schulz, auf AZ-Anfrage sagte, werde das Gebäudemanagement künftig nicht mehr einen vom Landkreis für den Bereich öffentliche Gebäude geschaffenen Teilhaushalt treuhänderisch verwalten. Diese Aufgabe übernehme der Landkreis selbst wieder und könne damit auch das Vermögen aus dem Eigentum wieder in seinem Haushalt ausweisen. Als Grund nannte Schulz Verhandlungen des Landkreises mit dem Land Niedersachsen bezüglich eines Zukunftsvertrages. Das Land habe bei Überprüfungen des Landkreis-Haushaltes wegen einer zu hohen Verschuldung und zu geringer Werte eine Entschuldungshilfe abgelehnt. Allerdings seien bei den Betrachtungen des Haushaltes die Vermögenswerte in dem Teilhaushalt für Gebäude unberücksichtigt geblieben, weil er durch das Gebäudemanagement treuhänderisch verwaltet worden sei. Mit dem Schritt, den Teilhaushalt wieder selbst zu verwalten, womit das Vermögen wieder in dem eigenen Haushalt ausgewiesen werde, stehe der Landkreis Lüchow-Dannenberg finanziell besser dar, sodass wieder Hoffnung für einen Zukunftsvertrag bestünde. Ungeachtet der Entscheidung zum Haushalt bleibe das Gebäudemanagement aber weiter Dienstleiter für den Landkreis. Nach Angaben des Gebäudemanagements hat es als Dienstleister für seine drei Mandanten seit seiner Gründung Investitionen in Höhe von 30 Millionen abgewickelt. Gegenwärtig zählt die Anstalt öffentlichen Rechts rund 200 Mitarbeiter.

Von Norman Reuter

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