Nächtlicher Beutezug

Nach zwei Jahren: Prozess um Überfall auf eine Uelzener Spielhalle

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Spielhalle an der Hansestraße: Gleich zwei Mal wurde sie im Jahr 2014 überfallen – wegen der Tat im Januar müssen sich jetzt zwei Männer vor Gericht verantworten.

tm Uelzen/Lüneburg. Mehr als zwei Jahre nach dem Überfall auf eine Spielhalle an der Uelzener Hansestraße beginnt vor dem Lüneburger Landgericht der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter:

Ab 1. März müssen sich zwei 25 und 29 Jahre alte Männer wegen besonders schweren Raubes vor der 4. großen Strafkammer verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, in der Nacht des 28. Januar 2014 um 1.25 Uhr in der Spielhalle eine Angestellte und drei Gäste mit einer Schusswaffe bedroht zu haben. Beide Räuber waren mit Sturmhauben bewaffnet. Die Täter hätten einen Schrank durchsucht und dort 3600 Euro Bargeld entnommen. Dann flüchteten sie. Den Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Tat schon vor einem Jahr angeklagt, die zuständige Strafkammer des Landgerichts sei jedoch vergangenes Jahr durch den Auschwitz-Prozess gebunden gewesen und habe anschließend diverse Haftsachen verhandeln müssen, erklärte ein Gerichtssprecher auf Nachfrage.

Der wegen des Uelzener Spielhallenüberfalls angeklagte 29-Jährige sitzt wegen anderer Delikte in Untersuchungshaft, sein mutmaßlicher Komplize ist auf freiem Fuß.

Für den ersten Verhandlungstag am Dienstag, 1. März, der um 9.30 Uhr beginnt, sind sechs Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen. Die 4. große Strafkammer hat für den Prozess insgesamt vier Tage angesetzt, ein Urteil könnte am 15. März fallen.

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