Lüneburg: Polizei stellt Messer und Baseballschläger bei Familienangehörigen sicher

Nach Schießerei drei Personen in Gewahrsam

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Bei einer Schießerei vor dem Klinikum in Lüneburg waren drei Personen schwer verletzt worden. Nun befinden sich drei mutmaßliche Verdächtige in Langzeitgewahrsam.

Lüneburg. Eine Woche nach der blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Familien vor dem Klinikum in Lüneburg hat die Polizei Angehörige und Freunde in Gewahrsam genommen.

Gegen drei von ihnen im Alter von 28, 32 und 34 Jahren ordnete das Amtsgericht Uelzen Langzeitgewahrsam an.

Bei Kontrollen am Sonnabend an der Ilmenaustraße in Lüneburg entdeckten die Polizeibeamten bei einer Gruppe von 21 Personen unter anderem mehrere Messer. Die Verdächtigen gehören nach Polizeiangaben zu einer Familie aus Reppenstedt und deren Freunden und stehen vermutlich im Zusammenhang mit der Familienfehde. Einige von ihnen wurden für kurze Zeit festgenommen, 18 weitere Personen erhielten Platzverweise. Die 28-, 32- und 34 Jahre alten Männer befinden sich weiterhin in Haft.

Wie berichtet, waren bei der gewalttätigen Auseinandersetzung am Sonnabend vor einer Woche vor dem Klinikum drei Angehörige einer Familie durch Schüsse in Oberschenkel und Hüfte schwer verletzt. Die Patienten haben im Laufe der vergangenen Woche das Klinikum wieder verlassen und befinden sich auf dem Weg der Genesung, so die Polizei.

Die Leitung der Polizeiinspektion in Lüneburg hatte daraufhin Angehörigen beider Familien libanesisch-kurdischer und türkisch-kurdischer Herkunft erklärt, mit welchen Maßnahmen sie zu rechnen hätten, wenn sie eine Konfrontation mit der anderen Gruppe suchen.

Kräfte der Bereitschaftspolizei hatten zudem diverse Fahrzeuge beider Familien kontrolliert und dabei gefährliche Gegenstände wie unter anderem Messer und Baseballschläger sichergestellt.

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