Das Festival findet seine Form: Ulrich Gustävel blickt in die Zukunft

Nach dem OpenR 2016: Veranstalter zieht positive Bilanz

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Auch künftig eine Bühne für Weltstars? Veranstalter Ulrich Gustävel sieht das jüngste OpenR, samt des Auftritts von Elton John, als Türöffner für die Zukunft: Es sei bedeutsam, dass die Branche die positive Resonanz der Künstler registriere.

Uelzen. Superstar Elton John am Freitag, „Neue Töne“ mit Johannes Oerding, Namika, Glasperlenspiel und Mark Forster am Sonnabend, Schlagergröße Roland Kaiser am Sonntag: Das Open R 2016 hat Uelzen drei Tage in einen Ausnahmezustand versetzt.

Die Bilanz fällt sehr positiv aus.

Veranstalter Ulrich Gustävel sagte gestern zur AZ: „Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter und haben viele Leute glücklich gemacht. Es war eine sehr tolle Sache mit einer enormen Außenwirkung für den Standort.“ Es spreche sich in der Branche herum, wie es gelaufen sei – und anhand diverser Facebook-Einträge sehe man, dass die Künstler weggefahren sind und sagten: „Uelzen war toll!“

Eine besondere Bedeutung habe der Auftritt von Elton John. „Für die Vita des Festivals ist das super. Das wird die ein oder andere Tür öffnen“, so Gustävel in Hinblick auf weitere Open Rs. Die Bedingungen, die während des Besuch des Weltstars herrschten, bezeichnete Gustävel als normal, aber „verschärft“. Das Hausrecht lag in der Jabelmannhalle stundenlang nicht mehr bei ihrem Besitzer. „Es hieß nach 14 Uhr irgendwann ,Sir John ist in the house‘ und dann haben seine Sicherheitsleute alles zugemacht“, berichtet Gustävel.

Ein Blick in den Aufenthaltsbereich war ihm dennoch vergönnt. Gustävel berichtet von eigens installiertem Sat-TV mit englischen Sportprogrammen, einer stilvollen Einrichtung mit farblich aufeinander abgestimmten Stoffen, mit denen der Raum verhangen war, sowie von einem „sehr, sehr geschmackvollen Arrangement zum Liegen und Ausruhen“.

Durch das diesjährigen Festival habe sich das Profil der Veranstaltung zudem geschärft, so Gustävel weiter. Er kündigte an: „Wir werden die Mehrtägigkeit mit unterschiedlichen Genres beibehalten.“

Verbesserungswürdig hingegen sei der Zuspruch aus der Region: Nur ein Drittel der OpenR-Besucher sei von hier gekommen, zwei Drittel von weiter her. „Mehr Besucher aus der Region wären toll“, so Veranstalter Ulrich Gustävel, der genau nachvollziehen kann, wo die rund 25 000 verkauften Tickets für das OpenR erworben wurden.

Von Steffen Kahl

Das Festival in Zahlen

• Über 3 Premieren freute sich beim Open R 2016 Veranstalter Ulrich Gustävel. Sowohl Elton John als auch Mark Forster und Roland Kaiser zeigten Teile ihres Werkes zum ersten Mal.

• Zu maximal 5 Stunden Schlaf kam Mitorganisatorin Claudia Petry im Vorfeld der Veranstaltung.

• 40 Pressevertreter, darunter mehrere Fernsehsender, waren allein am Freitag auf dem Gelände

• 16 Polizisten waren in der Spitze im Einsatz.

• Beim DRK waren es 30 Kräfte plus 3 Ärzte

• Das DRK meldete zudem einen Minusrekord: Zu den 54 Einsätzen sagte Sprecherin Meike Karolat: „Es war so wenig zu tun wie nie beim Open R.“

• 5 Stunden brauchte die Band LOT aufgrund eines Staus für die Anreise, wegen des Unwetters spielte sie dann aber nur 20 Minuten.

• 3 Karten für die Fußball-EM hat Johannes Oerding. Er wird zwei Vorrundenspiele sowie ein mögliches Achtelfinale mit deutscher Beteiligung sehen.

• Mark Forster berichtet hinter der Bühne, dass 2 tolle Jahre hinter ihm lägen. Deswegen klinge sein neues Album „Tape“ so leicht und positiv.

• 300 Festival-T-Shirts mit dem neuen OpenR-Logo wurden verkauft.

• 1664 Likes erhielt Mark Forsters Facebook-Post „Uelzen!!!!! TAPE Premiere... So fett. Danke! #uelzen #tape“

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