Die „bezahlbare“ Variante

Nach der Kostenexplosion: Neues Konzept für Ausbau der Grundschule Westerweyhe

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An das Schulgebäude soll sich nun der Anbau anschließen, in dem Platz für Klassenzimmer und Gruppenräume sein soll.

Uelzen-Westerweyhe. Für Politik und Verwaltung drohten die Ausbaupläne für die Grundschule Westerweyhe in diesem Frühjahr zu einem Finanzdebakel zu werden. Die Kosten waren in die Höhe geschossen.

Mit dem Ziehen der Reißleine lag auch der Start für einen Ganztagsbetrieb der Schule auf Eis. Nun hat die Verwaltung ein neues Konzept erarbeitet: Die Voraussetzungen für einen Ganztagsbetrieb sollen demnach bis Sommer 2017 geschaffen sein.

Eine neue Lösung für die Grundschule liegt vor. Die Mensa entsteht in einem vorhandenen Gebäude. Es gibt nur noch einen Anbau.

Es bleibt bei den Plänen, auf dem Schulgelände eine Mensa, zwei Klassenzimmer sowie zusätzliche Räume für kleine Gruppen zu schaffen. Wichtige Voraussetzungen für einen Unterricht auch am Nachmittag. Mit zwei Anbauten an bestehenden Schulgebäuden sollte ursprünglich Platz in der Bildungseinrichtung geschaffen werden. Das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg hatte für die Anbauten 779 000 Euro kalkuliert. Die Ausschreibungsergebnisse wiesen rund 250 000 Mehrkosten aus. Das Vorhaben hätte mehr als eine Million Euro gekostet. Mit dem neuen Plan will die Verwaltung unter diesem Betrag bleiben, indem die Mensa in einem bereits vorhandenen Gebäude entsteht und für wegfallende Räume und für die neuen Zimmer noch ein Anbau gebaut wird. Andre Schlothane, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft, beim Ortsrat in Westerweyhe, wo die Pläne am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt wurden: „Das ist die Variante, die bezahlbar ist.“

836 000 Euro sollen die Investitionskosten betragen. Zusätzlich würden 44 000 Euro für Schulcontainer benötigt, die während der Umbauphase erforderlich seien. Skepsis unter den 50 Besuchern der Ortsratssitzung, was die neuen Zahlen betrifft. „Bleibt es jetzt dabei?“, wollte dann auch jemand wissen. Manfred Schrodt vom Gebäudemanagement: „Ich bin mir sicher.“ Es entstehe ein Anbau weniger, das Gebäude, in dem die Mensa Platz finde, sei nicht denkmalgeschützt. Und: Der neuen Kalkulation habe das Gebäudemanagement die Ausschreibungsergebnisse der Ursprungspläne zugrunde gelegt. Pro Quadratmeter, der gebaut wird, geht das Gebäudemanagement von Investitionskosten von 2000 Euro aus.

Der Zeitplan für das ursprüngliche Konzept sah einen Abschluss der Arbeiten zu Jahresbeginn 2017 vor. Die Schule wollte den Ganztagsbetrieb im Februar aufnehmen. Jetzt sollen die Arbeiten an der Mensa zum Schuljahresbeginn 2017/18 fertiggestellt sein. Mit Hilfe von direkt geliefertem Essen und einem Verzehr in den Schulräumen ließe sich auch vor diesem Zeitpunkt der Ganztagsbetrieb starten, erklärte Uelzens Erster Stadtrat Dr. Florian Ebeling am Donnerstag. Zu entscheiden habe dies aber der Schulvorstand: Schulleiterin Maria Lembeck, Schulleiterin in Westerweyhe, sagte der AZ, dass der Vorstand zu dem Ergebnis kam, erst zu starten, wenn die Mensa fertig sei.

Von Norman Reuter

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