Nach Abrechnungsbetrug: Uelzener Frauenarzt kämpft um Approbiation

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6. Dezember 2006: Fahnder beschlagnahmen umfangreiches Aktenmaterial in Uelzener Praxisräumen und lösen eines der größten Betrugsverfahren gegen einen Uelzener Mediziner aus.

Vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg hat seit Mittwochmittag einer der größten Abrechnungsskandale in der Uelzener Justizgeschichte ein weiteres juristisches Nachspiel: Der Frauenarzt Dieter N. kämpft dort um seine Approbation. N. war im Oktober 2008 vom Landgericht Lüneburg zu zwei Jahren Haft auf der Bewährung und der Rückzahlung von 1,15 Millionen Euro an die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen verurteilt worden.

Er hatte gestanden, jahrelang und systematisch seine Leistungen als Frauenarzt falsch abgerechnet zu haben. Die Anklageschrift umfasste 561 Seiten, allein die Liste der betroffenen Frauen war 371 Seiten lang. Die Staatsanwaltschaft war bei den Ermittlungen an ihre Grenzen gestoßen - man hatte sich schließlich auf die Auswertung auf 19 Quartalen beschränkt. Weitere Hintergründe lesen Sie in der Donnerstagausgabe der AZ.

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