Aufsichtsrat schlägt Wirtschaftsjuristen vor

Müller neuer WFG-Chef?

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Ralf Müller (49) soll neuer WFG-Geschäftsführer werden.

tm Uelzen. Der Wirtschaftsanwalt Ralf Müller soll neuer Geschäftsführer der Uelzener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) werden. Diese Empfehlung gab jetzt der WFG-Aufsichtsrat auf seiner jüngsten Sitzung ab.

Die Gesellschafterversammlung soll diesen Vorschlag auf ihrer Sitzung am 21. Juni absegnen. Müller soll damit die Nachfolge von Markus Schümann antreten, der im Zusammenhang mit der Affäre um den mittlerweile zurückgetretenen Citymanager Joachim Lotz sein Amt abgegeben hatte. Hintergrund sind umstrittene Verträge um die Bezahlung von Lotz durch die WFG, durch die ein Großteil des Geldes an einem Gläubiger vorbei an die Ehefrau von Lotz weitergeleitet worden war (AZ berichtete).

Ralf Müller bestätigte gestern auf AZ-Nachfrage, aus dem Uelzener Rathaus eine entsprechende Anfrage bekommen zu haben. Er könne die Aufgabe nach erster Einschätzung relativ schnell übernehmen, da sein Fachgebiet Wirtschaftsrecht sei, so Müller. Eine seiner letzten größeren Aufgaben war die Sanierung der insolventen „neue arbeit Lüneburg-Uelzen GmbH“ mit über 100 Mitarbeitern.

Der WFG-Aufsichtsrat will auf seiner nächsten Sitzung am 29. Juni die Affäre weiter aufarbeiten. Bis dann soll auch das Gutachten einer Kanzlei für öffentliches Wirtschaftsrecht aus Hannover vorliegen, das mit der Vertragsprüfung beauftragt worden war.

Und auch im Verwaltungsrat der Sparkasse Uelzen wird die Affäre wohl ein Thema sein, denn das Geldhaus ist als Gläubiger von Lotz durch den umstrittenen Vertrag umgangen worden.

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