Am Montagabend ...

. . . wäre der Uhlenköper gern Raucher gewesen. Warum? Weil er einfach nur da saß und in der Dämmerung im Mondschein seinen Blick über die Felder schweifen ließ. Es war wunderschön, doch nach nur kurzer Zeit hinterfragte der Uhlenköper die Sinnhaftigkeit dessen, was er da tut.

Schließlich warten immer irgendwelche Aufgaben, die noch zu erledigen sind. Doch wäre der Uhlenköper Raucher, dann hätte er sich mal eben eine Fluppe angezündet und eine geraucht. Nach der Zigarette hätte er sich dann wieder seinen Aufgaben gewidmet. So jedoch war es höchstens eine gefühlte halbe Zigarette, dann wurde er unruhig. Dabei sollte sich jeder mal hin und wieder eine kurze, kleine Auszeit gönnen, ohne gleich mit dem Rauchen anfangen zu müssen. Einfach mal eine kurze Runde ums Haus gehen, egal bei welchem Wetter. Da erinnert sich der Uhlenköper noch an seine Zeit als Zivildienstleistender in einer Klinik in Bad Bevensen: Die Raucher waren immer die, die am schnellsten wieder auf den Beinen waren. Kein Wunder, denn das Verlangen nach dem Glimmstengel war meistens größer als die Schmerzen, wohingegen Nichtraucher meistens schwerer zu mobilisieren waren. Sind Raucher also härter im Nehmen, fragt sich hier der Uhlenköper.

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