Vorwürfe von Förderverein zurückgewiesen: Verwaltung forcierte Schul-Schließung nicht

Grundschule Molzen: Markwardt wehrt sich

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Die Verwaltung habe, so Bürgermeister Jürgen Markwardt, „zu keiner Zeit die Schließung der Grundschule Molzen forciert oder potenziellen Schulanfängern durch Fehlinformationen von einer Einschulung in Molzen abgeraten“.

Uelzen. Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt hat Vorwürfe des Fördervereins der Grundschule Molzen gegen die Verwaltung und ihn selbst jetzt öffentlich von sich gewiesen.

Hintergrund ist das Ringen vieler Molzener um „ihre“ Schule, die entsprechend eines Ratsbeschlusses vor der Schließung steht, weil in zwei aufeinanderfolgenden Schuljahren weniger als 13 Schüler eingeschult wurden.

„Fehlinformationen“, „schroffe Absagen der Schulleitung“, das Wissen um „Familien, denen die ehemalige Schulleitung von der Anmeldung an der Schule Molzen abgeraten hat“ und „Widerstände, aufgrund von denen die „13 erforderlichen Kinder in Molzen nicht eingeschult wurden“ – die Vorwürfe, die der Förderverein der Grundschule Molzen mit seiner Vorsitzenden Hella Nottorf in einem Offenen Brief am 8. August an Rat und Verwaltung der Hansestadt formuliert hat (AZ berichtete), sind heftig. In einem zweiten Schreiben – dieses ist nur an den Bürgermeister adressiert – wird der Antrag auf die Aussetzung des Schließungsbeschlusses in Bezug auf die Grundschule Molzen gestellt.

Der Bürgermeister teilt zunächst mit, dass er den Antrag auf Aussetzung des Ratsbeschlusses dem Verwaltungsausschuss vorlegen werde. Die in dem Offenen Brief aufgestellten „Behauptungen und Vorwürfe gegenüber der Verwaltung“ weist er aber ausdrücklich zurück.

Die Verwaltung habe, so Markwardt, „zu keiner Zeit die Schließung der Grundschule Molzen forciert oder potenziellen Schulanfängern durch Fehlinformationen von einer Einschulung in Molzen abgeraten“.

Markwardt ergänzt, dass auch Landesschulbehörde und das Kollegium der Grundschule Molzen diese Vorwürfe von sich wiesen. Der Bürgermeister fordert den Förderverein abschließend auf, die Vorwürfe gegen die Verwaltung zu erklären und zu belegen, ansonsten erwarte er, dass „solche Behauptungen zukünftig unterlassen“ werden.

Von Steffen Kahl

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