Mofa auf dem Radweg – außerorts erlaubt

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Mofafahrer dürfen außerorts grundsätzlich den Radweg benutzen.

bs Uelzen. Schon seit einiger Zeit beobachten die Uelzener Polizei und der Landkreis als Straßenverkehrsbehörde mit Sorge, dass viele Verkehrsteilnehmer bestehende und auch neue Rechtsnormen entweder gar nicht oder nur unzureichend kennen. Deshalb wird die AZ zusammen mit der Polizei in den kommenden Wochen in loser Reihenfolge verschiedene Themen aus dem Bereich der Straßenverkehrsordnung beleuchten und den Verkehrsteilnehmern Tipps geben. Zum Auftakt der AZ-Serie „Verkehrs-Update“ geht es heute um das Thema „Mit dem Mofa außerorts auf dem Radweg“.

„Kaum einer weiß es und trotzdem gilt es: Wer außerhalb geschlossener Ortschaften mit dem Mofa unterwegs ist, darf vorhandene Radwege unabhängig von der Beschilderung nutzen“, erklärt Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte bei der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Möglich wurde dies durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung aus dem Jahr 2007.

„Und es macht auch Sinn“, sagt Dobslaw. „Denn Mofas mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde stellen auf der freien Strecke, wo 70 km/h oder mehr erlaubt sind, durch die Differenz der Geschwindigkeiten oft ein gefährliches Hindernis dar.“ Das sei vor allem in der derzeitigen dunklen Jahreszeit ein Problem, weiß Dobslaw. Immer wieder sei zu beobachten, dass dieser Tempo-Unterschied von anderen Kraftfahrern unterschätzt werde und somit ein schwerer Unfall drohe. „Das ist gefährlich und vor allem: Es muss nicht sein“, betont der Verkehrsexperte.

Daher sein Tipp: Auf der Fahrt mit dem Mofa immer den Helm aufsetzen, außerhalb geschlossener Ortschaften auf dem Radweg fahren und dort natürlich Rücksicht auf Radfahrer und Fußgänger nehmen.

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