Crystal Meth

Modedroge im Landkreis Uelzen auf dem Vormarsch

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Unscheinbar, aber sehr gefährlich: Crystal Meth. Foto: dpa

UELZEN/LANDKREIS -  Sie ähnelt kleinen Glassplittern oder Kristallen, doch sie ist extrem gesundheitsschädlich und hat hohes Suchtpotenzial: Die Modedroge Crystal Meth wird in Deutschland immer häufiger konsumiert.

Rund 47 Kilogramm des hochgefährlichen Rauschgifts haben Zollfahnder im vorigen Jahr bundesweit beschlagnahmt – etwa doppelt so viel wie 2012. Und auch in der Region Uelzen/Lüneburg spielt Crystal Meth zunehmend eine Rolle, bestätigt Polizeisprecher Kai Richter.

„Bislang gab es nur Einzelfälle, aber wir stellen fest, dass sich Crystal Meth immer stärker in unserer Region verbreitet“, sagt Richter. Die Ermittler seien überzeugt, dass es nicht bei dieser Deliktzahl bleibt. „Es kann sein, dass sich hier neben Haschisch, Marihuana, Heroin und Kokain eine weitere Droge entwickelt, die von einer größeren Personenzahl konsumiert wird“, meint Richter.

Die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen warnt eindringlich vor Crystal Meth. Die synthetische Droge, die zumeist aus illegalen Laboren in Tschechien stammt, könne schwerste körperliche und psychische Schädigungen hervorrufen, betont Richter.

Auch im Nachbarkreis Gifhorn ist Crystal Meth „definitiv auf dem Vormarsch“, sagt Thomas Reuter, Pressesprecher der dortigen Polizeiinspektion. Bei einigen Kleinkriminellen hätten Ermittler die Droge bei Wohnungsdurchsuchungen entdeckt. „Es gibt eine klar ansteigende Zahl, und die Dunkelziffer ist sehr groß“, weiß Reuter. Daher werde die Gifhorner Polizei ihre Ermittlungen intensivieren. Wie sein Uelzener Kollege warnt auch Reuter: „Crystal Meth kann das zentrale Nervensystem extrem schädigen und schwere Bewusstseinsstörungen verursachen.“

Von Bernd Schossadowski

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