Standort Unterlüß nicht von Entscheidung betroffen

Minister stoppt Rheinmetall

stk/dpa Unterlüß/Bremen. „Es geht nicht um Geld, sondern um Menschenleben. “ Mit diesen Worten begründete Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Entscheidung, ein bereits genehmigtes Rüstungsgeschäft des Rheinmetall-Konzerns mit Russland zu stoppen.

Das Ministerium ging damit über die EU-Sanktionen hinaus, die nur neue Rüstungsgeschäfte betreffen.

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Ein Teil der Anlagen für das Heeresausbildungszentrum der russischen Armee in Mulino an der Wolga war schon geliefert. Dort sollen Kämpfe mit rund 30 000 Panzern und Infanteriesoldaten pro Jahr mit Lasertechnik simuliert werden, um Geld und Material zu sparen. Ob das Unternehmen auf Schadenersatz für das entgangene Geschäft im Wert von rund 100 Millionen Euro klagt, ließ ein Unternehmenssprecher auf AZ-Anfrage offen. Man befinde sich noch in Gesprächen mit der Bundesregierung. Der Standort Unterlüß, wo auch viele Menschen aus dem Landkreis Uelzen arbeiten, ist vom geplatzten Geschäft nicht betroffen. Zuständig ist der Geschäftsbereich „Simulation und Training“ in Bremen.

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