Millionen-Pläne am Kanal

Auf dieser Wiese im Gewerbegebiet Ripdorf-Süd will Sabri Kuru (links) seine Firmengebäude errichten. Mit ihm freut sich Wirtschaftsförderer Eberhard Gottschlich.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Das Grundstück hat er der Stadt Uelzen vor kurzem abgekauft, jetzt blickt Unternehmer Sabri Kuru dem Baubeginn seiner neuen Produktionsstätte im Gewerbegebiet Ripdorf-Süd, unweit des Elbe-Seitenkanals, mit Vorfreude entgegen. Auf einer Fläche an der Straße Grauwiesen will der Geschäftsführer eine 850 Quadratmeter große Produktionshalle und ein 300 Quadratmeter fassendes Bürogebäude für seine Firma SK Maschinenbau errichten.

Die Investitionskosten beziffert Kuru auf etwa 975 000 Euro. „Unser Ziel ist, dort im Januar einzuziehen“, sagt der 42-jährige Grieche, der in Barum aufgewachsen ist. Mit dem Umzug nach Ripdorf-Süd soll der derzeitige Betriebsstandort an der Hambrocker Straße aufgegeben und der Firmenname in Weldtec GmbH geändert werden.

Im zweiten Bauabschnitt plant Kuru für 2012 eine weitere Produktionshalle in der selben Größe wie die erste. Hier rechnet er mit Ausgaben von 325 000 Euro. 35 Prozent der Gesamtkosten beider Projekte werden aus GRW-Mitteln, einem Förderprogramm des Bundes zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur, finanziert.

„Durch diese Entwicklung gehen wir davon aus , dass bis Ende 2012 insgesamt 25 neue Arbeitsplätze in Uelzen geschaffen werden können“, sagt Kuru. Etwa ein Fünftel davon sollen Auszubildende sein. Zurzeit zählt der Betrieb sieben Beschäftigte.

Mit den geplanten Investitionen will sich die SK Maschinenbau im nationalen und internationalen Markt für den Sondermaschinenbau von Beschichtungsständen für die Papier-,Folien-, Textil- und Automobilindustrie etablieren. Zudem sollen Schweiß- und Schneidearbeiten mit Hilfe moderner Lasertechnik ausgeführt werden.

„Die Zusammenfassung der Kompetenzen im Sondermaschinen- und Anlagenbau sowie von Laser-Arbeiten ist für Uelzen etwas völlig Neues“, erklärt Eberhard Gottschlich von der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“. Das werde über den Landkreis hinaus Bedeutung haben und vor Ort höherwertige Arbeitsplätze schaffen. „Dadurch gelingt hier neue Wertschöpfung“, sagt Gottschlich, der Kuru auf dem Weg zum neuen Firmenstandort unterstützt.

Bislang ist das Unternehmen im Werkzeugbau und in der Fertigung kleiner Maschinen für die Lebensmittelindustrie tätig. Auch um deren Wartung, Reparatur und den Service kümmert sich die SK Maschinenbau. Außerdem ist der Betrieb im Stahlbau für Transportfahrzeuge, -geräte und Einzelkomponenten im Umgang mit schweren Gütern stark vertreten.

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