Kliniken im Kreis Uelzen investieren in großem Stil / Neue Jobs in Bad Bodenteich

Millionen für die Gesundheit

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In der Seepark-Klinik in Bad Bodeneteich wird zurzeit die Fassade der Sporthalle neu verputzt.

Bad Bodenteich/Uelzen. Seit 2015 ist der Kreis Uelzen eine von 31 Kommunen im Land, die sich an dem Projekt „Gesundheitsregionen Niedersachsen“ des Sozialministeriums beteiligen.

Doch nicht nur Politik und Verwaltung, sondern auch die Kliniken in der Region rücken den Faktor Gesundheit zunehmend in den Mittelpunkt. Das zeigen die millionenschweren Ausgaben, die dort in den vergangenen Monaten getätigt wurden.

So hat zum Beispiel das Klinikum Uelzen seit Sommer 2015 massiv investiert: in eine Wahlleistungsstation, einen neuen Computertomographen, den Ausbau der Notaufnahme, die Modernisierung der Geriatriestation und in neue OP-Instrumente. Bis Ende dieses Jahres wird das Klinikum für sein Modernierungsprogramm rund sieben Millionen Euro aufwenden.

Auch das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen (HGZ) hat große Investitionen getätigt. So flossen 14 Millionen Euro in einen neuen Hybrid-OP, ein weiteres Katheterlabor und eine Zentral-Sterilisation. Für dieses Jahr plant das HGZ eine neue Intensivstation für 16 Millionen Euro.

Das jüngste Beispiel für Krankenhaus-Investitionen ist die Bad Bodenteicher Seepark-Klinik, in der Patienten mit Essstörungen und psychischen Erkrankungen behandelt werden. Dort läuft zurzeit der vierte und letzte Bauabschnitt für die energetische Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern. Bis Jahresende sollen die 2012 begonnenen Arbeiten abgeschlossen sein. „Dann werden wir insgesamt rund 2,4 Millionen Euro investiert haben“, sagt der kaufmännische Direktor Ulrich Fernim. Hinzu kämen jährlich etwa 300 000 Euro für die laufende Instandhaltung.

„Wir sind auf Wachstumskurs“, erklärt Fernim. So will die Klinik die Zahl ihrer Patientenzimmer im nächsten Jahr von rund 220 auf mehr als 240 erhöhen. Der Grund ist die starke Nachfrage nach stationären Leistungen. Dazu werden Büros in Patientenzimmer umgewandelt. Zudem soll mehr Personal eingestellt werden. Derzeit zählt die Klinik etwa 185 Mitarbeiter. „Später werden circa 15 hinzukommen“, so Fernim.

Von Bernd Schossadowski

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