Uelzen muss sich bewerben

2,4 Millionen Euro winken als Zuschüsse

Peter Gerlach, Produktmanager der HeideRegion Uelzen, poliert eine Infotafel des Ilmenau-Radwegs. Der Ausbau dieser Verbindung zwischen Hohenbostel und Deutsch Evern war eines der Projekte, die bis Ende 2013 mit EU-Mitteln aus dem Leader-Programm gefördert wurden. Archivfoto: privat

UELZEN - Von der Neugestaltung des Klostervorplatzes in Ebstorf bis zum Ausbau des Ilmenau-Radweges: 35 Projekte sind zwischen 2007 und 2013 im Kreis Uelzen mit zwei Millionen Euro aus dem EU-Programm Leader bezuschusst worden. Nun beginnt die neue Förderperiode. Dafür muss sich die Heideregion beim Land Niedersachsen bewerben.

„Die Auswahl durch das Landwirtschaftsministerium erfolgt in den nächsten Monaten. Sollte die Heideregion in das neue Programm aufgenommen werden, erhält sie bis 2020 ein Förderbudget von 2,4 Millionen Euro“, sagt Anna-Sophie Wurr vom Büro KoRiS in Hannover, das für das Leader-Regionalmanagement zuständig ist. Grundvoraussetzung sei aber, dass die Kommunen in der Heideregion der Bewerbung zustimmen.

Niedersachsenweit soll es künftig 40 Leader-Regionen geben – bis 2013 waren es 32. Zudem sind 25 weitere Regionen geplant, in denen die integrierte ländliche Entwicklung gefördert werden soll, sagt Wurr. Um in den Genuss der EU-Mittel zu kommen, muss die Heideregion Uelzen – wie jeder andere Bewerber auch – zunächst ein Regionales Entwicklungskonzept erarbeiten. In diesem werden die bis 2020 geplanten Projekte aufgelistet. „Pflicht-Themen seitens des Landes sind die regionale Wirtschaftsentwicklung, die demografische Entwicklung sowie der Klima- und Umweltschutz“, erläutert Wurr.

Jede Bewerber-Region muss für sich ein eigenes Profil entwickeln. Im Gegenzug können die Leader-Mittel – anders als bis 2013 – künftig nach eigener Gewichtung für die Projektförderung eingesetzt werden. „Die neue Regelung bedeutet mehr Spielraum. Das ist eine tolle Chance, weil man mehr eigene Prioritäten setzen kann“, meint Wurr. Klar sei aber auch, dass jedes Projekt weiterhin von privater oder öffentlicher Seite kofinanziert werden müsse.

Wie groß die Chancen für den Kreis Uelzen sind, in das Förderprogramm aufgenommen zu werden, vermag Wurr nicht zu sagen. Es sei unklar, wie viele Regionen sich dafür bewerben werden. Auf alle Fälle plant die LAG für Mai eine öffentliche Regionalkonferenz. Dabei sollen mögliche Themen für Lea-der-Projekte gesammelt werden.

Von Bernd Schossadowski

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