Genug Geld ausgegeben

14 Millionen Euro Fördermittel für Lüneburger Audimax gesichert

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Die futuristische Baustelle des Audimax.

stk Lüneburg. Eine gute Nachricht verbreitet die Universität Lüneburg. EU-Fördermittel von 14 Millionen Euro für das neue Zentralgebäude seien jetzt gesichert.

Die Mittel stammen aus dem sogenannten Innovationsinkubator der Leuphana, einem Forschungsmodell, für das 2009 insgesamt 98 Millionen Euro genehmigt wurden.

Fristgerecht zum Jahresende 2015 habe die Universität den notwendigen Mittelabfluss erreicht, heißt es in einer gestern verschickten Pressemitteilung. Gemeint sei die Bezahlung von Rechnungen, also ausgegebenes Geld, erläutert Pressesprecher Henning Zühlsdorff. Wegen der exorbitant gestiegenen Kosten des Prestigeprojekts nach Plänen des Star-Architekten Daniel Libeskind hatte das Wissenschaftsministerium der Uni bereits 2013 einen externen Projektsteuerer und Einsparungen verordnet. Zu den im Dezember von Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) gemeldeten Finanzrisiken von 15 Prozent gibt es von der Leuphana keine neuen Erkenntnisse.

„Die Sorge, dass es hier zu einem Verfall von Fördermitteln kommen könnte, hat sich als unberechtigt erwiesen“, wird dagegen Vizepräsident Holm Keller zitiert. Von Anfang an waren Flächen für das künftige Innovations- und Forschungszentrum im Zentralgebäude eingeplant. Laut Uni entstehen auf 3000 Quadratmetern Grundfläche mehr als 200 Arbeitsplätze. Der Inkubator zur wissensbasierten Regionalentwicklung lief planmäßig im Sommer aus.

Laut Wissenschaftsministerium prüfen NBank und Oberfinanzdirektion zurzeit die Zahlen. „Wenn es gelingt, den EU-Anteil vollständig abzurufen, dann wäre dies auch ein Erfolg der engen Begleitung und verbesserten Steuerung des Bauprojektes“, kommentiert Ministerin Heinen-Kljajic auf AZ-Nachfrage. Die 13 Millionen seien zweifellos ein wichtiger Baustein der Gesamtfinanzierung.

Ob sich der Prestigeprojekt tatsächlich um 15 Prozent auf dann 83 Millionen Euro verteuert, dazu äußert sich das Wissenschaftsministerium nur sehr verklausuliert. „Die Universität wird mit der zweiten Nachtragsplanung einen neuen Kosten- und Finanzierungsplan vorlegen“, schreibt Ministeriumssprecherin Dr. Margit Kautenburger. „Über die Frage der Finanzierung der Mehrkosten befindet sich das Ministerium im Gespräch mit der Leitung der Universität.“ Ursprünglich war das Zentralgebäude mit 58 Millionen Euro veranschlagt.

Von Gerhard Sternitzke

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