Züge fahren ab morgen Früh wieder nach Fahrplan – nächsten Ausstand angedroht

Metronom beendet 10. Streik

Die Metronom-Züge fahren ab morgren Früh wieder nach dem regulären Fahrplan ab Uelzen. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Lokführergewerkschaft GDL wird morgen Früh ihren Streik bei der Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom beendet und gleichzeitig eine Verschärfung des Konfliktes angedroht. 72 Stunden nach Beginn des mittlerweile zehnten Ausstandes fahren die Metronom-Züge ab morgen um zwei Uhr wieder nach dem regulären Fahrplan.

Nach Angaben der GDL sind seit Freitagfrüh rund 400 Züge ausgefallen. Metronom bedient unter anderem die viel genutzten Pendler-Routen Uelzen-Hamburg und Uelzen-Hannover-Göttingen. Die gewerkschaft fordert gleiche Rahmenbedingungen für die Lokführer der Deutschen Bahn und aller Privatbahnen. Außerdem sollen die Lokführer durch einen so genannten Betreiberwechseltarifvertag vor schlechterer Bezahlung geschützt werden, wenn vom Metronom bediente Strecken von einem Konkurrenten übernommen werden sollten.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die GDL den Metronom sieben Tage lang bestreikt – und der Bezirksvorsitzende Lutz Schreiber kündigte am Sonntagabend eine weitere Verschärfung der Auseinandersetzung an, wenn Metronom den neuen Tarifvertrag nicht unterschreiben sollte. „Die Gesellschafter sowie die Geschäftsführung sollten sich sehr genau überlegen, ob sie dieses Szenario des Arbeitskampfes nicht umgehend beenden wollen“, so Schreiber.

Für die GDL erreicht der Tarifkonflikt „mittlerweile eine Eskalationsstufe, die weit über das Eträgliche hinaus geht“. So würden streikende Lokführer durch höher gestellte Mitarbeiter beleidigt, außerdem würden Medienvertreter und die Mitarbeiter von der Metronom-Geschäftsführung gezielt falsch informiert. „Frustrierte Mitarbeiter fühlen sich in den Bahnhöfen allein gelassen“, heißt es in einer Pressemitteilung der GDL von heute Abend.

Von Thomas Mitzlaff

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