300 Meter Drachenboot-Spurt

16 Ruderer in einem Boot: Beim Drachenbootrennen auf dem Elbe-Seiten-Kanal ging es gestern hoch her.

Uelzen-Groß Liedern - Von Barbara Kaiser. Alles wollte bedacht sein im Vorfeld: Die Wassertemperatur wurde von den Teilnehmern geprüft – für den Fall der Fälle; die Trommel des Rhythmusgebers vorsichtig einmal angeschlagen – obwohl ihr dumpfer Ton nicht zu überhören sein würde.

Das Wetter war für einen Wassersport gestern mehr als geeignet. So manches Jahr in der Vergangenheit waren Akteure und Zuschauer bibbernd und bei Regen mehr mit Frust als mit Lust dem Ruf des Rudervereins Uelzen zu seinen Drachenbootrennen gefolgt. In diesem Jahr jedoch erwies sich alles als perfekt, so dass man viel Ansporn und Euphorie in die Aufgabe legen konnte, die 300 Meter Strecke mit einer passablen Zeit zu absolvieren.

Sechs Teams kämpften das achte Mal um die Ehre des Sieges, angefeuert von Anverwandten und Freunden. Wobei „Papa! Papa!“ als lautester Ruf vernehmbar blieb. Die Vorjahresfavoriten, die Mannschaft „Klostergarten“ Oldenstadt, erwischte einen eher mäßigen Start und blieb im ersten Lauf abgeschlagen hinterm Team „Handwerk Ebstorf“. Aber verloren war da noch lange nichts.

Zwei Läufe für jedes Boot, danach die vier Zeitschnellsten gegeneinander. „Auf jeden Fall sind wir vorm Fußball fertig“, war sich der erste Vorsitzende des Rudervereins, Wolfgang Pott, sicher, der es gleichzeitig bedauerte, dass nur so wenige Mannschaften an den Start gefunden hatten. Auch wenn es 16 Mann in einem Boot sein müssten, „sollte man eben mit zwei halben Teams antreten, da erreicht man die Anzahl auch“, entwertete er die Ausrede (?) einiger, doch nur zehn Leute zusammenzukriegen.

Auf jeden Fall aber war das Drachenbootrennen das, als das es gedacht ist: ein Spaß plus eine Prise sportliche Betätigung mit einem großen Maß an Kollektivgeist. Gewonnen hat übrigens die Mannschaft der Firma Klink Ebstorf, die mit 1:26 Minuten ganz knapp vor der Mannschaft des Yachtclubs Uelzen (1:27) und von Data Colour Lüneburg (1:28) lag. Vielleicht resultieren die schnellen Zeiten aus den Vuvuzela-Tröten, die im Hafen nicht verboten waren und weit übers Areal schallten.

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