Menüs fürs Herz

+
Helga Görlich

Jeden Dienstag bekochen die 18 Frauen der Kochgruppe der Uelzer Tafel rund 80 Personen. „Das ist kein Armenessen“, stellt Helga Görlich von den Kochfrauen klar, „das Wort verwenden wir nicht.“

Sie spricht für die Kochgruppe und ihr ist klar, dass viele Gäste nur wenig Geld haben und gerne einmal in der Woche eine warme Mahlzeit für nur einen Euro haben möchten, Nachtisch inklusive. „Es ist ein Gemeinschaftsessen“, betont sie. Viele Gäste leben allein und genießen es, mal wieder mit anderen Menschen am Tisch zu sitzen. Die Kochfrauen lassen die Gäste eben auch dann an den Tischen sitzen und klönen, wenn die Teller schon längst leergegessen sind und sie eigentlich den letzten Abwasch machen möchten. Die Frauen treffen sich alle vier Wochen, um die Menues für die kommenden Wochen festzulegen. „Für so viele Leute kann man nicht spontan einkaufen.“ Und in der kleinen Küche des Martin-Luther-Hauses geht das Kochen eigentlich auch nicht. „Wir kochen manchmal zu Hause vor und bringen den Nachtisch dann hierher mit.“ Seit mehr als zehn Jahren kochen die Frauen zusammen. (kögö)

Kommentare