Mensch 2013: Drei weitere Kandidaten werden als Ehrenamtliche des Jahres vorgeschlagen

Fluthelfer, Lebensretter und Vorbild

Uelzen. In seinem Kroatienurlaub erreicht ihn ein Anruf seines Freundes: Die Hochwassersituation hat sich zugespitzt, der Ort Breese in Brandenburg wird ebenfalls betroffen sein.

Noch am gleichen Tag bricht der Uelzener Sascha Weiss seinen Urlaub ab und reist zurück nach Deutschland, um in Breese Hilfe zu leisten. Für Carola Rosenau ist Sascha Weiss deshalb der „Mensch 2013“.

Ähnlich wie er haben sicherlich noch weitere Uelzener ihre Freizeit dafür aufgewendet, um anderen Menschen zu helfen. Diese Freiwilligen wollen die AZ und die Sparkasse Uelzen/Lüchow-Dannenberg in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen Zentrum Uelzen auszeichnen. Bis zum 20. Dezember werden noch weitere Vorschläge für „Mensch 2013“ angenommen.

Sascha Weiss versuchte, den Bauernhof seines Freundes mit Sandsäcken zu sichern, evakuierte den gesamten Tierbestand und errichtete provisorische Ställe, schreibt Carola Rosenau. „Als das Wasser kam und der Hof nicht zu retten war, war genau er derjenige, der allen Mut machte und eine Initiative ins Leben rief: Hilfe für Breese.“ Auch heute helfe er noch beim Wiederaufbau des alten Bauernhofs und der Stallanlagen und koordiniere den Einsatz weiterer Helfer und Sachspenden für das Dorf.

Noch weitere Helfer wurden für die Aktion vorgeschlagen. So berichtet Vanessa Schulz, wie ihr Verlobter Kevin Hübner aus Bad Bevensen in mehreren Fällen Erste Hilfe geleistet habe. So kümmerte er sich beispielsweise um einen Mann, der am Schnellenmarkt zusammengebrochen war. Dessen Frau habe dem Retter noch ein Jahr später ihren Dank ausgesprochen. Oder bei einem Bekannten habe Kevin Hübner schnell reagiert und somit dessen Leben gerettet. „Hätte mein Verlobter den Rettungswagen nicht gerufen, wäre er an einer Lungenembolie im Endstadium gestorben“, erklärt Vanessa Schulz.

Verdient hätte die Ehrung „Mensch 2013“ nach Ansicht von Bernd Katenkamp auch Hermann Billung-Meyer, der Geschäftsführer beim TuS Ebstorf ist und dabei das Wohl aller 1440 Mitglieder im Auge habe. „Er unterstützt und hilft in allen TuS-Sparten, wo die Ärmel aufgekrempelt werden müssen und Hilfe notwendig ist.“ Als Sportwart in der Basketballabteilung, als Erste-Hilfe-Person, als Organisator in der Leichtathletik, bei der Integrationsarbeit und sein Zuhause sei „ein ,Unterkunftsasyl’ geworden, wo außerörtliche Sportler nicht nur für eine Nacht eine Bleibe gefunden haben“. Hermann Billung-Meyer sei ein „Denkmal und Vorbild für ehrenamtliche Vereinsarbeit, wo immer der Mensch im Vordergrund steht“, schreibt Bernd Katenkamp.

Wer ist Ihr „Mensch 2013“? Genannt werden können Einzelpersonen und Gruppen aus dem Landkreis Uelzen, ohne Altersbeschränkung, die sich in diesem Jahr in einer Einrichtung oder auch als Einzelkämpfer ehrenamtlich engagiert haben. Vergessen Sie bitte nicht, Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer anzugeben.

Senden Sie Ihren Vorschlag bis zum 20. Dezember an: Per Post: Allgemeine Zeitung „Mensch 2013“ Groß Liederner Straße 45 29525 Uelzen Per E-Mail: mensch2013@az-online.de

Von Diane Baatani

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