Teilerfolge bei Finanzierung

CDU und SPD im Uelzener Kreistag: Mehrheit für HVV-Vollbeitritt

+
Ein Preis, ein Ticket, ein schneller Weg nach Hamburg: Der HVV-Beitritt soll es möglich machen.

nre Uelzen. Im Uelzener Kreistag gibt es eine Mehrheit für die Aufnahme des gesamten Gleisstreckennetzes in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Die Fraktionen von SPD und CDU haben sich jetzt bei Beratungen für den Vollbeitritt ausgesprochen.

Mit ihm ist es für Bahnpendler und -reisende einfacher in die Elbmetropole zu gelangen (AZ berichtete). Die CDU-Fraktion betont, dass die bessere Anbindung an Hamburg auch für jene Uelzener, die nicht in Hamburg arbeiten, ein Gewinn darstellt. „Kulturelle und Sportveranstaltungen können ohne Kosten für die Anreise besucht werden, da die Eintrittskarten häufig die Beförderung innerhalb des HVV-Gebiets umfassen“, heißt es in einer Presseerklärung.

Der Vollbeitritt würde nach Berechnungen den Landkreis Uelzen zwischen 1,6 und 1,9 Millionen Euro kosten. Denn die Vergünstigungen für die Bahnfahrer müssen dem Hamburger Verkehrsverbund erstattet werden. Die CDU wie auch die FDP, mit der die Christdemokraten eine Gruppe im Kreistag bilden, erhoffen sich eine „volle Kostenübernahme durch das Land Niedersachsen und die Freie und Hansestadt Hamburg“. Die SPD sieht die Möglichkeit nicht, verweist aber auf das jüngste Angebot, das Hannover in der Angelegenheit unterbreitete: Das Land will dauerhaft 50 Prozent der Kosten übernehmen. „Dieses Ergebnis ist ein voller Erfolg, den man nutzen muss“, erklärt SPD-Fraktionsgeschäftsführer Andreas Dobslaw. Der Landkreis alleine könne die verbleibende Summe nicht stemmen, aber die Hauptverwaltungsbeamten der Kommunen hätten bereits eine Beteiligung zugesagt. „Dies ist ein deutliches Signal in Richtung Vollbeitritt und gleichzeitig auch der Nachweis, dass der Bedarf daran in der Region groß sei, sagt der Fraktionsvorsitzende Jacques Voigtländer.

Aus Sicht der CDU ist ein Vollbeitritt zum Fahrplanwechsel 2017/18 realistisch. „Früher wird es wohl nicht klappen“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Hüdepohl. Aber dafür müssten die nötigen Beschlüsse noch vor der Sommerpause getroffen werden.

Kommentare