Kreispolitik diskutiert morgen / CDU/FDP/RRP-Gruppe sieht Land und Bund in der Pflicht

Mehr Wolfsberatung im Kreis?

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Seine Rückkehr sorgt für Aufregung: Nun fordert die SPD eine Wolfsberatungsstelle für den Landkreis.

Uelzen/Landkreis. Die SPD-Fraktion spürt bei der Bevölkerung eine Verunsicherung in Bezug auf die Rückkehr des Wolfs und hat eine Beratungsstelle für den Landkreis Uelzen beantragt. Schnellstmöglich und maximal für zwei Jahre soll sie geschaffen werden.

Zudem, so der Antrag der SPD, sollte eine ganzseitige Informationsanzeige zum Wolf in der AZ veröffentlicht werden. Der Vorstoß der Sozialdemokraten wird morgen vom Kreisausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt. Vorab kündigte im AZ-Gespräch die Mehrheitsgruppe im Kreistag aus . CDU, FDP und RRP an, der Forderung eine Absage erteilen zu wollen.

Wie Claus-Dieter Reese, Vorsitzender der Mehrheitsgruppe, sagte, gebe es bereits eine Reihe von Ansprechpartnern zum Thema Wolf. Zudem seien auch Infobroschüren veröffentlicht worden. Eine zusätzliche Wolfsberatungsstelle im Landkreis sei daher nicht nötig. Zudem wolle man das Land und den Bund nicht aus seiner Verantwortung bei der Frage entlassen, so Reese. „Hier ist das Bundesumweltministerium gefordert, das einen nationalen Plan erstellen muss, wo und wie viele Wölfe wie leben können und sollen.

Vor Ort ist der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel gefordert, sich endlich der Sorgen der Bürger anzunehmen“, heißt es seitens der Mehrheitsgruppe in einer Presseerklärung zu dem Vorstoß der SPD.

Ganz neu ist die Forderung der SPD nach mehr Wolfsberatung übrigens nicht. Auf Unterbezirksebene war bereits bei einem Parteitag im April nach einem Initiativ-Antrag des Uelzener Sozialdemokraten Jan-Henner Putzier das Für und Wider eines möglichen Wolfsberatungszentrums im Landkreis Uelzen diskutiert worden. Seinerzeit war vor allem von SPD-Mitgliedern aus dem Nachbarlandkreis Lüchow-Dannenberg ein Wolfsberatungszentrum als Geldverschwendung bezeichnet worden. Am Ende wurde mit einer knappen Mehrheit von 36 zu 32 Stimmen der Vorschlag abgelehnt.

Von Norman Reuter

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