Von Woche zu Woche

Mehr Unterstützung für Ehrenamtliche

„Stell dir vor, du drückst und alle drücken sich“ – mit diesem Slogan unter dem Notrufknopf eines Feuermelders werben die Freiwilligen Feuerwehren bundesweit um personelle und finanzielle Unterstützung. Die pfiffige Kampagne hat einen nachdenklich stimmenden Hintergrund:

Immer weniger Menschen engagieren sich bei den Feuerwehren. Dabei ist deren ehrenamtlicher Einsatz in Zeiten leerer öffent- licher Kassen unverzichtbar für das Gemeinwohl.

Setzt sich der Mitgliederschwund bei den Wehren in den kommenden Jahren fort, stehen die Kommunen in ganz Deutschland vor einem fast unlösbaren Problem: Wer löscht künftig Brände, wer rettet Menschen nach Verkehrsunfällen, wer pumpt überschwemmte Keller aus, wenn es nicht mehr genug aktive Kräfte in den Feuerwehren gibt?

Deshalb stehen Politiker und Verwaltungen in der Pflicht, den Wehren die notwendige Unterstützung zu gewähren, die sie für die Ausübung ihrer ehrenamtlichen Arbeit benötigen. Dazu gehört auch, den Kameraden Wertschätzung entgegenzubringen und nicht etwa darüber zu spekulieren, welche Feuerwehren aus Sparzwängen zusammengelegt werden könnten.

Doch das ehrenamtliche Engagement in unserer Gesellschaft erstreckt sich noch auf weitere Bereiche. Allein im Kreis Uelzen stellt sich eine Vielzahl von Menschen freiwillig in den Dienst der guten Sache. Sie helfen zum Beispiel Reisenden in der Bahnhofsmission, betreuen Schwerstkranke im Hospiz, unterstützen Migranten oder kümmern sich darum, dass Schüler ihre Hausaufgaben machen. Andere wiederum sind in der Suchtselbsthilfe der Diakonie tätig – und das seit vielen Jahren.

Ohne diese Helfer, deren Einsatz unter anderem mit der Aktion „Mensch 2013“ gewürdigt wird, würde un-sere Gesellschaft nicht funktionieren. Wir alle sind dringend auf Ehrenamtliche angewiesen und sollten auch selbst zu solchen werden – und wenn es nur im Kleinen ist. Damit nicht das passiert, wovor die Wehren warnen: Der Notrufknopf wird gedrückt, doch niemand ist da, um zu helfen.

Rubriklistenbild: © Mahler, Dirk

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