Mehr Plätze ganztags

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Der DRK-Kindergarten an der Zimmermannstraße ist beliebt: Wahrscheinlich können dort nicht alle angemeldeten Kinder aufgenommen werden. Die Entscheidung fällt im März.

Uelzen - Von Diane Baatani. Noch läuft die Anmeldefrist für die Kindergartenplätze in Uelzen. Bis Ende Februar haben Eltern Zeit, bei den favorisierten Einrichtungen anzufragen. Dass sie Plätze in ihren Wunsch-Kindergärten erhalten, kann allerdings nicht mit Bestimmtheit zugesagt werden. Denn einige Betreuungseinrichtungen sind schnell überfüllt.

So ist es etwa in Kirchweyhe und Westerweyhe der Fall. Ebenso gibt es in der Einrichtung am Ilmenauufer und auch an der Zimmermannstraße in Uelzen zu wenige Plätze, sagen Peter Vogt und Gundula Lindemann aus der Abteilung Kinder, Jugend und Familienhilfe beim Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Grund dafür sind die unterschiedlichen gesellschaftlichen Strukturen in den Ortsteilen, die von der Beschäftigungsquote und der Zahl der Geburten abhängen.

Auch im Uelzener Kita-Zentrum St. Johannis sind bereits 70 Anträge für null- bis sechsjährige Kinder auf 40 freie Plätze eingegangen. Neun der Dreijährigen werden zusätzlich die Krippengruppen verlassen und auch für sie werden weiterführende Plätze gebraucht. Derzeit sind dort in der Kindertagesstätte 148 Kinder im Alter von acht Wochen bis sechs Jahre untergebracht, nebenan in dem neuen betrieblich unterstützten Kindergarten des Kita-Zentrums werden 35 Kinder im Alter von einem bis zu sechs Jahren betreut.

Wegen dieser ungleich verteilten Anmeldesituation werden sich im März, wenn die Frist abgelaufen ist, wieder alle Beteiligten im Rathaus einfinden und die Platzvergabe besprechen.

2009 und 2010 wurden viele Kindergärten in der Stadt im Gesamtvolumen von mehreren Millionen Euro neu gebaut, erweitert oder zumindest umstrukturiert. Was künftig noch ansteht, sind Umwandlungen der bestehenden Plätze, kündigen Vogt und Lindemann an. Vormittagsplätze seien meistens heiß begehrt, Vorrang hätten jedoch berufstätige Eltern. „Es gibt einen erweiterten Bedarf an Ganztagsplätzen. Wir werden sehen, wie wir dem gerecht werden. Da ist die Stadt ganz flexibel“, hebt der DRK-Abteilungsleiter hervor. Man möchte voraussichtlich Halbtagsplätze zu Ganztagsplätzen umwandeln oder die Zusammensetzung von Gruppen verändern.

Die Lage insgesamt werde „zunehmend entspannter, und das in Zeiten knapper Kosten“. Während vor Jahren noch dazu geraten wurde, für seine Kinder direkt nach der Geburt, Plätze zu reservieren, ist diese Art von Verfahren heute unüblich geworden. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Eltern schon früh beim DRK Plätze beantragen. „Anmeldungen nach der Geburt machen keinen Sinn mehr, weil wir keine Warteliste führen“, erklärt Peter Vogt. „Heute bekommt jeder einen Platz.“ Voraussetzung dafür sei aber, dass die Anmeldefrist in Januar und Februar gewahrt werde.

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