Uelzener Fabian Bohlmann wird Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Mehr als nur Müll entsorgen

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Der Uelzener Fabian Bohlmann lernt im dritten Jahr den Beruf Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Im Laufe seiner Ausbildung habe ihn immer mehr fasziniert, wie viel man auch abseits der eigentlichen Tätigkeit lerne.

Uelzen. Auf dem Müllwagen steht Fabian Bohlmann in seinem Beruf jedenfalls nicht. Kaum ein Beruf werde bei jungen Leuten so verkannt wie die Fachkraft für Abfall- und Kreislaufwirtschaft, weiß Andreas König vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Uelzen (awb).

Dabei habe der Job mehr zu bieten, als sich um die Hinterlassenschaften der modernen Konsumwelt zu kümmern. Und genau das schätzt der Uelzener Fabian Bohlmann.

Der 22-Jährige ist im dritten Lehrjahr und hat im Juni seine Abschlussprüfung. Und in der wird es vor allem auf Kenntnisse in Mathematik, Physik und erst recht in Chemie ankommen. Denn nicht selten werden beim awb in Oldenstadt Kanister oder Fässer abgegeben, von denen niemand weiß, was drin ist. Die haben jahrelang in irgendwelchen Scheunen, Garagen oder Werkstätten gestanden. Die Aufgabe von Bohlmann und seinen Kollegen ist es dann, den Inhalt zu identifizieren und zu deklarieren. „Eine Laborausbildung ist Teil der drei Jahre dauernden Lehre“, sagt der Hobby-Fußballer. Etwas für die Umwelt und die Nachhaltigkeit zu tun, sei eine Motivation gewesen, warum er nach Schule und freiwilligem Wehrdienst sich für diesen Beruf entschieden habe, berichtet der junge Mann.

In seinen Aufgabenbereich fällt auch die Kontrolle der alten Mülldeponie in Vinstedt. Die Ausgasungen und das Sickerwasser müssten einmal die Woche kontrolliert werden. „Täglich müssen wir hingegen die Vergärungsanlage in Borg inspizieren“, sagt Bohlmann. Dort wird mit Methangas ein Blockheizkraftwerk betreiben.

Im späten Frühjahr soll die neue Annahme für Bauschutt oder Gartenabfälle in Oldenstadt fertig sein. Dann haben Bohlmann und seine Kollegen noch mehr Kundschaft auf dem Betriebshof in Oldenstadt.

Immer mehr habe ihn im Laufe seiner Ausbildung fasziniert, was man nebenher lerne. Beispielsweise gehöre dazu ein Schweißerlehrgang und die Scheine, um einen Radlader sowie Gabelstapler fahren zu dürfen.

Von Jens Schopp

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