„Mehr Miteinander“

Der Initiative „Wir Uelzener Frauen“ im DRK-Mehrgenerationenzentrum Uelzen folgten knapp 50 Besucherinnen.

Uelzen - Von Janina Fuge. „Ich sehe einen Hoffnungsschimmer für uns Politikerinnen.“ Es ist eine positive Bilanz, die Uelzens neue stellvertretende Bürgermeisterin Ute Chlechowitz nach dem ersten Treffen von „Wir Uelzener Frauen“ zog, zu dem am Wochenende knapp 50 Frauen im Mehrgenerationenzentrum des Deutschen Roten Kreuzes zusammen kamen. Zusammen mit Ratskolleginnen hatte die neue Spitzen-Lokalpolitikerin Chlechowitz diese dezidiert überparteiliche Veranstaltung organisiert, um „Wünsche der Frauen in Uelzen“ herauszufinden.

Basisdemokratisch sei das gemeint, um unmittelbar „zu hören, was zu tun ist“, so die Politikerin. Eine bunte Mischung aus Alt und Jung kam zusammen – und auch Brigitte Schulz aus dem Landkreis war dabei. In den Diskussionsgruppen, die reihum immer wieder die Teilnehmer wechselten, schrieb sie wacker Vorschläge und Anregungen mit auf. Engagement liegt in Brigitte Schulz’ Stimme, als sie bei der Abschlusspräsentation von der Begegnung der Generationen spricht. Mehr Miteinander sei notwendig – am besten auch vermittelt durch Tiere, die Sprachbarrieren zu überwinden helfen und auch in Altenheimen ideale Therapeuten seien. Herausforderungen alleinerziehender Mütter, Schulen, Bildung und Ausbildung, Mobilität in der Stadt und auf dem Land – das waren Themen, für die die Damen Gesprächsbedarf anmeldeten und Anregungen sammelten. Auch „Ernährung“ sei ein Schlüsselthema, warb Uelzens Ernährungsbera

terin Marlies Schulz. Die Vorschläge, Dinge zum Besseren zu gestalten, waren zahlreich: „Junge Leute könnten häufiger mit dem Fahrrad zur Schule fahren und sich vorab in Gruppen treffen“, wurde da vorgeschlagen, einen „Oma-Hilfsdienst“ bräuchte es, gegebenenfalls einheitliche Öffnungszeiten in der Uelzener Innenstadt oder ein stundenweises Frauen-Schwimmen, für das das Uelzener Badue nur für weibliche Bedarfe bereit stehen könnte.

Bewegen möchte man etwas bei „Wir Frauen in Uelzen“, das sei die erklärte Absicht, für die auch die Ratsfrau Karin Mühlenberg warb – und das gern auch in Kooperation mit bestehenden Institutionen, für die Vernetzungen angedacht sind. Unisono beschloss man am Sonnabend, weitere Treffen dieser Art zu initiieren: In der zweiten Januarhälfte soll das nächste stattfinden, dann wird es konzentriert um die Themen „Mehrgenerationenaktivitäten“ und „Weiterbildung“ gehen.

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